04.05.2001

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Bildquelle: Nokia

Fruchtlose Aufregung um "gefälschte SMS"

Moriz Piffl vom Münchner IT-Dienstleister UMTSolutions kann die Aufregung in Österreich rund um die "SMS mit falschem Absender" nicht verstehen.

"Wir finden die ganze Inszenierung ziemlich lächerlich", so der gebürtige Grazer im Gespräch mit der FutureZone. In Deutschland sei der halböffentliche Pilotbetrieb von jokesms.de "sensationell gut" angekommen, es habe auch keinerlei Beschwerden gegeben.

Postkarten, Briefe, Faxe, SMS

Zum einen bieten zahlreiche webbasierte SMS-Dienste die Möglichkeit, ohne Registrierung, also völlig anonym SMS zu versenden oder dabei eine beliebige Identität anzugeben, so Piffl zur FuZo.

Zudem sei es nie illegal gewesen, Postkarten oder Briefe ohne Absender aufzugeben, auch bei Faxen gebe es keine Pflicht, die Rufnummer einzutragen.

Was jokesms.at angeht, so unterscheide sich dieser Dienst von anderen dadurch, dass registrierte User, die mit Handynummer und Passwort einloggen, unter anderem den Absender selbst konfigurieren oder ein Telefonbuch anlegen könnten.

Hinweis auf Herkunft

"Man wird sich schwer tun, alle Dienstleister, die SMS-Kontingente anbieten" von den SMS-Netzen abzutrennen, so Piffl weiter, der sich vorstellen kann, dass alle zukünftigen SMS beim offiziellen Relaunch am 1. Juni einen eindeutigen Hinweis auf ihre Herkunft tragen werden.

Im übrigen sei Jokesms nur einer der Dienste, die UMTSolutions anbiete, und "sicher nicht der, mit dem wir unser Geld verdienen werden".