04.05.2001

RING-BUMM

Bildquelle: FuZo

Das Handy als Kopfschussapparat

Das amerikanische Unternehmen Birdman Weapon Systems schickt sich an, "moderne (Waffen-)Technologie mit modernen Modetrends zu kombinieren".

Was dabei rauskommt, sind Produkte wie der ShotCaller2000 - die wahrscheinlich weltweit erste Kombination aus Handy und 9-mm-Pistole.

"Nokitel", der erste Streich

Gab es in der Vergangheit schon Gerüchte über die als Handy getarnte 22-mm-Pistole "Nokitel", die jedoch zum

Gefeuert sein oder abfeuern

Der Hersteller preist sein Produkt gleich mit drei möglichen Handlungsszenarien an: die Geisel-Situation, der Ehebetrug und das Gefeuert-werden-und-am-Boss-Rache-üben-Szenario.

Jedoch hat das Ding einen Haken: Es feuert auf das Ohr des Benutzers und nicht in die andere Richtung.

Dadurch ergeben sich einige Komplikationen, die der Hersteller jedoch geschickt gelöst haben will. Für die Geisel-Situation könnte das Unternehmen sich vorstellen, das Handy dem Geiselnehmer zur Verfügung zu stellen und mittels eines dreistelligen Codes den Abschuss auszulösen. Gleiche Taktik gilt für die beiden anderen Szenarien: vergessen, verschenken oder in die Hand drücken.

Scherz lass sein

Wobei sich die Frage stellt: Ist das ganze wohl ein Scherz? Wer sich die anderen Produkte von Birdman Weapon Systems anschaut, kommt ins Grübeln: Munition mit Nuklearsprengstoff, 28-Dollar-Gewehre aus Soda-Dosen und mit Steinauslöser, präparierte Waffen für die Jagd in der Nachbarschaft.

Bei näherem Hinsehen sind die meisten dieser "Modewaffen" technisch realisierbar. Und die Sprache, mit der diese Waffen vermarktet werden, ist nicht allzu fern vom herben Sarkasmus anderer Waffenhersteller entfernt.