Yahoo schließt Erotik-Foren
Im Vormonat wollte Yahoo seine mageren Bilanzen noch mit dem Verkauf von Porno-Videos und Porno-DVDs aufbessern. Nach einem Aufschrei konservativer Pressure-Groups in den USA hat Yahoo einen Rückzieher gemacht und dabei offenbar beschlossen, auch gleich sein gesamtes Internet- Angebot von pornografischen Inhalten zu säubern.
In den vergangenen Wochen ist Yahoo nämlich darangegangen, heimlich, still und leise Clubs, Foren und Chatrooms mit freizügigen bis pornografischen Inhalten ins virtuelle Abseits zu drängen.
Yahoo hat dazu Änderungen am internen Navigations- und Suchsystem vorgenommen. Das heißt, die diversen Clubs, Foren und Chatrooms sind zwar nach wie vor online, aber nicht mehr über Links auf den Yahoo-Frontseiten und auch nicht über die interne Suchmaschine zu erreichen.
Zeitlich begrenzte Zensur?
User hatten schon seit Wochen die Vermutung geäußert, dass Yahoo
einen Rollback in Sachen Erotik und Porno versucht. Jetzt hat
Yahoo-Sprecher Jackson Holtz diese Vermutungen bestätigt: Er räumte
ein, dass die vorgenommenen Änderungen "Teil einer Evalution
erwachsener Inhalte bei Yahoo" seien, ließ allerdings die
Möglichkeit offen, dass es sich bei der restriktiven Vorgehensweise
von Yahoo nur um eine zeitlich begrenzte Aktion handelt.
Yahoo ClubsUser protestieren
Viele User wollen die Vorgehensweise von Yahoo nicht einfach hinnehmen: So wurde etwa auf dem zu Yahoo gehörenden GeoCities-Netzwerk eine Petition eingerichtet, mit deren Unterzeichnung enttäuschte User ihren Unmut und Protest kundtun können.
Einige Clubbetreiber haben auch begonnen, in den Directories im Mainstream-Bereichen von Yahoo Links zu ihren verbannten Clubs und Gruppen zu setzen. Viele Clubbetreiber haben allerdings die Konsequenz aus der neuen Yahoo-Policy gezogen und wandern zu anderen Anbietern von Gratis-Services ab.
Auch die deutschprachigen Gruppen und Clubs von Yahoo sind von der Säuberungsaktion betroffen. Auch hier sind bereits etliche Clubbetreiber abgewandert, etwa zu
Club Planet
