03.05.2001

TFT-DISPLAYS

Bildquelle: FuZo

Flachbildschirme besser, billiger

IBM-Forscher haben eine neue Methode entwickelt, mit der man TFT-Displays bei höherer Qualität billiger produzieren kann.

Damit könnten künftig auch die Preise für Notebooks oder Handhelds [PDAs] sinken, bei denen das LCD bisher die teuerste Komponente bildet.

IBM verändert die Methode

Basis eines LCD [Liquid Crystal Display] sind Flüssigkristalle, also kristalline Strukturen innerhalb einer Flüssigkeit [Polymer-Substrat].

Bisher wurde das Polymer-Substrat bei der Fertigung mechanisch mit einem farbrollerähnlichen Gerät aufgetragen, um es für die Aufnahme der Kristalle vorzubereiten.

IBM verändert die Methode in zwei Punkten: Zum einen verwendet Big Blue statt des Polymer-Substrats eine dünne Schicht von diamantähnlichem Kohlenstoff. Zum anderen setzen die Forscher eine Ionen-Kanone ein, um die Flüssigkristalle auszurichten.

Höhere Qualität und niedrigere Kosten

Die Technik soll mehrere Vorteile haben:

Da sich mit der Ionen-Kanone die Flüssigkristalle präziser auf der Schicht anordnen lassen als mit der eher flächendeckenden mechanischen Rollermethode, soll eine höhere Qualität der Display-Darstellung sowie ein größerer Betrachtungswinkel möglich sein.

Der größte Nutzen liegt jedoch in erheblich niedrigeren Kosten bei der Produktion von Flachbildschirmen. Mit der neuen Technik sollen statt vier nur noch zwei Fertigungsschritte erforderlich sein.

Erste Displays Ende 2001

IBM will noch Ende 2001 erste Displays mit der neuen Methode in Serie fertigen und seine Technik an andere Display-Hersteller lizenzieren. Sollte sich die Methode als erfolgreich erweisen, ist künftig auch mit niedrigeren Kosten für Notebooks, PDAs und wohl auch Mobiltelefone zu rechnen.