Eine IT-Gewerkschaft für Österreich
Die Gewerkschaft der Privatangestellten [GPA] gründet heute den neuen Wirtschaftsbereich "Kommunikation", der eine Reihe von Branchen zu einer "IT-Sektion" zusammenfasst.
Der Wirtschaftsbereich soll laut GPA "die Plattform zur Vorbereitung, Durchführung und zum Abschluss der Kollektivverträge im Kommunikationsbereich" sein.
Umstrukturierung
Der neue Wirtschaftsbereich ist Teil einer Organisationsreform, mit der die GPA auf die wechselnden Bedingungen und gewandelten Strukturen in der Arbeitswelt reagieren will.
Eines der Merkmale dieser Reform ist, dass sich die gewerkschaftlichen Zuständigkeiten nicht mehr so exakt abgrenzen lassen wie in der Vergangenheit.
So zielt der neue Wirtschaftbereich auch jeweils auf Teile der Beschäftigten einer ganzen Reihe von Branchen: Telekom, Unternehmensberatung und Datenverarbeitung, grafisches Gewerbes, Tages- und Wochenzeitungen, Verlage, Nachrichtenagenturen, EDV-Handel und Privatradios.
Anlässlich der Gründung des Wirtschaftsbereichs "Kommunikation" diskutieren heute Christian Neugebauer [EDV GmbH], Hartwig Lehner [BEKO], Johannes Hofmeister und Karl Proyer [GPA] über Fragen der betrieblichen Interessenvertretungen im Bereich der New Economy, die Ausbildungssituation und den Arbeitskräftemangel in der IT-Branche sowie "die aktuellen gewerkschaftlichen Herausforderungen".
Webcast der Diskussion ab 14.00 UhrNiedrigschwellige Angebote
Neben den neuen Wirtschaftbereichen sollen in der GPA Interessengemeinschaften die Reform vorantreiben. Seit Juni 2000 gibt es die IG-IT, die allerdings nicht deckungsgleich mit dem Wirtschaftbereich "Kommunikation" arbeitet.
Diese Interessengemeinschaften sind laut GPA "Plattformen für engagierte Menschen mit ähnlichen beruflichen Tätigkeiten, unabhängig davon, in welcher Branche sie arbeiten".
Die Mitglieder der IGs wählen aber auch eigene Gremien und entsenden aus ihrer Mitte Vertreter in den Bundesvorstand der GPA.
Interessengemeinschaft ITStrukturwandel
Die IGs sind aber auch als "niedrigschwelliges" Angebot gedacht, in dem sich auch Nicht-Gewerkschaftsmitglieder engagieren und beraten lassen können.
Durch diese organisatorische Konstruktion mit den Wirtschaftsbereichen und IGs soll die Gewerkschaft künftig flexibler auf den Wandel in der Arbeitswelt reagieren können.
