Britische Handy-Nummern geändert
Die Änderung von rund vier Millionen Handy-Rufnummern droht in Großbritannien ein Telekommunikations-Chaos auszulösen. Am heutigen Samstag sollen alte Mobilfunknummern den neu zugelassenen angeglichen werden.
Als Begründung führt die Regulierungsbehörde OFTEL eine starke Zunahme von Mobilfunknutzern an. Unternehmer-Verbände warnten am Freitag, dass besonders kleinere Betriebe von der Umstellung betroffen seien. In den letzten Jahren mussten in Großbritannien schon mehrfach die Telefonnummern geändert werden.
Konkret sind alle Mobil- und Pagernummern, die nicht mit "07" beginnen, von der Umstellung betroffen.
Probleme bei SMS
Wer die alten Mobilfunknummern wählt, wird ab Samstag automatisch
mit einer Tonbandansage auf die geänderten Nummern hingewiesen. Doch
kann es sein, dass Sender von Text-Mitteilungen [SMS] nie erfahren,
dass ihre Nachrichten nicht angekommen sind. Nach Untersuchungen des
für die Umstellung zuständigen Unternehmens, The Big Number, wissen
zwei von drei Briten von der Umstellung. Allerdings gehe über die
Hälfte davon aus, dass es dafür eine einfache Faustregel geben
werde. Die Änderungen seien jedoch sehr umfangreich, sagte ein
Sprecher.
The Big NumberKritik an der Umstellung
Der Bund der britischen Kleinunternehmer, der rund 160.000 Mitglieder hat, beziffert die Kosten für die Umstellung auf bis zu 1000 Pfund [1600 Euro] pro Unternehmen.
Besonders Ein-Personen-Firmen wie Installateure, die ihr Geschäft fast ausschließlich über Mobiltelefone betrieben, könnten Aufträge verlieren.
300 Millionen Mobilfunknummern zu vergeben
Die Regulierungsbehörde OFTEL wies Kritik an der Umstellung zurück. "Ich glaube nicht, dass irgendjemand eine so große Zunahme der Telefonnummern hätte voraussagen können", sagte eine Sprecherin. Die Änderungen an diesem Wochenende sind vermutlich die letzten für längere Zeit. 300 Millionen Mobilfunknummern werden dann zur Verfügung stehen, genutzt werden derzeit etwa 40 Millionen.
