Digitales Filmen als Kinderspiel
Lego hat heute in Wien das "LEGO & Steven Spielberg MovieMaker"-Set präsentiert. Es handelt sich dabei um ein digitales Kamera- und Filmbearbeitungsset, mit dem Kinder und Jugendliche zwischen acht und sechzehn Jahren ihre eigenen Filme drehen und bearbeiten können.
Als Voraussetzung müssen die ambitionierten Jungfilmer einen PC ab 233 MHz mitbringen. Herzstück des exklusiven Spielzeugs ist eine digitale Kamera [Webcam] in dem für Lego typischen Noppen-Design, die über ein fünf Meter langes Kabel und USB-Anschluss mit dem Rechner verbunden wird.
Im Set enthalten ist auch ein Mini-Filmstudio und die Software für Aufnahme sowie Schnitt. Letztere kommt fast ohne Text aus und lässt sich Dank entsprechender Buttons "kinderleicht" bedienen.
"LEGO & Steven Spielberg MovieMaker"-Set kostet 2.800 ATS
Mit dem Set können die kleinen Regisseure per Einzelbilder oder
laufende Aufnahme einen Streifen herstellen. Im Software-Paket
enthalten ist auch ein Programm zum Hinzufügen von Musik und
Soundeffekten [vom brüllenden Dinosaurier bis zum schnurrenden
Kätzchen]. Über das eingebaute Mikrofon können auch Geräusche
aufgenommen werden. Auch optisch lässt sich im Nachhinein einiges
machen: Regen, Feuer, der Blick durchs Schlüsselloch oder Fernrohr
zählen zu den visuellen Effekten. Das "LEGO & Steven Spielberg
MovieMaker"-Set kostet 2.800 ATS und ist ab sofort im Handel
erhältlich. In den USA ist das Set bereits letzten Herbst auf den
Markt gekommen.
Lego MovieMakerNeben dem Filmstudio aus Plastik mit den entsprechenden Figuren und Gebäuden als Kulisse gehören noch weitere Angebote zu den "LEGO Studios": Neben Spezialeffekten sind das unter anderem ein Bewegungs-Simulationsset und Stunt-Autos.
Lego StudiosElectronic Legoland
Die fertigen Filme können komprimiert und dann per E-Mail verschickt werden. Zum Set gehört auch ein Buch, in dem Steven Spielberg den jungen Filmemachern Tipps und Tricks verraten wird.
Steven Spielberg hat selbst bereits im Kindesalter mit dem Filmen begonnen und schon als Zwölfjähriger seinen ersten Preis eingeheimst. Für das "MovieMaker"-Set von Lego, in dessen Entwicklung er auch involviert war, stellt er seinen Namen zur Verfügung.
Das Honorar dafür lässt Spielberg übrigens in die beiden gemeinnützigen Institutionen Starbright und Shoah Foundation fließen.
"MovieMaker"-Welcome statement from Steven SpielbergLego kämpft gegen digitale Konkurrenz
Das durch seine Plastikbausteine weltberühmt gewordene Familienunternehmen aus Skandinavien hatte in den letzten Jahren durch den weltweiten Vormarsch von PC-Technologie in die Kinderzimmer erhebliche Marktverluste hinnehmen müssen.
Nach einem verlustreichen Geschäftsjahr musste der Lego-Stab von zuletzt 10.000 Beschäftigten erstmals seit der Gründung vor 60 Jahren auch deutlich reduziert werden. Branchenbeobachter hatten Lego in den letzten Jahren immer wieder kritisiert, weil das Unternehmen zu spät in die PC-Technologie eingestiegen sei.
Eigene Entwicklungen zur Verbindung von klassischen Plastikbausteinen mit Computersteuerung erwiesen sich als überaus teuer.
Pokemon tötet Tech-KlassikerAnfang des Jahres hat Lego eine Internet-Allianz mit Microsoft bekannt gegeben. Das Internet-Portal MSN und die neue Spielstation X-Box von Microsoft sollen mit Computerspielen von Lego beliefert werden.
Lego liefert Computerspiele für MS-X-Box
