27.04.2001

MOVIEMAKER

Bildquelle: Lego

Digitales Filmen als Kinderspiel

Lego hat heute in Wien das "LEGO & Steven Spielberg MovieMaker"-Set präsentiert. Es handelt sich dabei um ein digitales Kamera- und Filmbearbeitungsset, mit dem Kinder und Jugendliche zwischen acht und sechzehn Jahren ihre eigenen Filme drehen und bearbeiten können.

Als Voraussetzung müssen die ambitionierten Jungfilmer einen PC ab 233 MHz mitbringen. Herzstück des exklusiven Spielzeugs ist eine digitale Kamera [Webcam] in dem für Lego typischen Noppen-Design, die über ein fünf Meter langes Kabel und USB-Anschluss mit dem Rechner verbunden wird.

Im Set enthalten ist auch ein Mini-Filmstudio und die Software für Aufnahme sowie Schnitt. Letztere kommt fast ohne Text aus und lässt sich Dank entsprechender Buttons "kinderleicht" bedienen.

Electronic Legoland

Die fertigen Filme können komprimiert und dann per E-Mail verschickt werden. Zum Set gehört auch ein Buch, in dem Steven Spielberg den jungen Filmemachern Tipps und Tricks verraten wird.

Steven Spielberg hat selbst bereits im Kindesalter mit dem Filmen begonnen und schon als Zwölfjähriger seinen ersten Preis eingeheimst. Für das "MovieMaker"-Set von Lego, in dessen Entwicklung er auch involviert war, stellt er seinen Namen zur Verfügung.

Lego kämpft gegen digitale Konkurrenz

Das durch seine Plastikbausteine weltberühmt gewordene Familienunternehmen aus Skandinavien hatte in den letzten Jahren durch den weltweiten Vormarsch von PC-Technologie in die Kinderzimmer erhebliche Marktverluste hinnehmen müssen.

Nach einem verlustreichen Geschäftsjahr musste der Lego-Stab von zuletzt 10.000 Beschäftigten erstmals seit der Gründung vor 60 Jahren auch deutlich reduziert werden. Branchenbeobachter hatten Lego in den letzten Jahren immer wieder kritisiert, weil das Unternehmen zu spät in die PC-Technologie eingestiegen sei.