Computerabsturz in Raumstation ISS
An Bord der Internationalen Raumstation ISS hat sich ein schwerer Computerfehler ereignet.
Der Zentralrechner, der alle Funktionen im amerikanischen Modul überwacht, lässt sich nicht mehr steuern.
Auch das Backup-System sowie ein drittes Sicherungssystem funktionieren nicht mehr. Für die Besatzung bestehe aber keine Gefahr, teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit.
Die untergeordneten Computer und Steuerelemente arbeiteten weiter, sodass Licht, Heizung und Luftversorgung funktionieren.
Russische Rechner rechnen rastlos
Auch sei das russische Servicemodul nicht betroffen, sodass die Crew dorthin ausweichen könnte. Die Bodenstation bemühe sich, die Rechner wieder in Gang zu bringen.
Bald wieder online
Die NASA-Wissenschaftler konnten keine Erklärung für die Probleme geben, zeigten sich aber zuversichtlich, die Rechner in ein, zwei Tagen wieder reparieren zu können.
Betroffen ist unter anderem die Kommunikation mit der Bodenstation, da sich durch den Ausfall des Rechners die Antennen nicht mehr ausrichten lassen. Auf Live-Videobildern, die von der Raumfähre Endeavour übertragen wurden, war zu sehen, wie die Astronauten ganz normal weiter ihrer Arbeit nachgingen und Ausrüstungen umpackten.
Wegen des Ausfalls mussten auch wichtige Tests mit dem neuen Roboterarm ausfallen. Die NASA schloss deshalb nicht aus, die Mission der Endeavour um einen Tag zu verlängern.
Ursprünglich sollte die Fähre am Samstag abdocken. Anfang nächster Woche wird dann die russische Raumkapsel Sojus mit dem Weltraumtouristen und Multimillionär Dennis Tito an Bord der ISS erwartet.
