Deutsche Telekom kriegt VoiceStream
Die US-Aufsichtsbehörde für Telekommunikation, FCC, hat der Übernahme der VoiceStream Wireless Corp durch die Deutsche Telekom AG zugestimmt.
Der Firmenzusammenschluss sei für den Verbraucher in den USA von Nutzen und stelle keine Gefahr für den freien Wettbewerb dar, erklärte ein Sprecher der Behörde.
"Gegenseitige Impulse"
Die Deutsche Telekom ließ durch ihren Sprecher ausrichten: "Wir
freuen uns sehr über die Entscheidung. Damit ist eine entscheidende
Hürde genommen." Man gehe davon aus, dass das Engagement in den USA
für gegenseitige Impulse sorgen werde.
Die EU hatte die USA vor Protektionismus gewarnt2,1 Milliarden Dollar Verlust 2000
Das US-Mobilfunkunternehmen, das die Telekom für rund 34 Milliarden Dollar [37 Mrd. Euro] übernehmen will, hat 2000 seinen Umsatz um 300 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar gesteigert.
Die Verluste stiegen mit 2,1 Milliarden Dollar gegenüber 455 Millionen Dollar im Jahr davor noch deutlich stärker.
Das seien die Kosten dafür gewesen, dass "sich VoiceStream von einem regionalen Mobilfunkbetreiber zu einem landesweiten Anbieter gewandelt" habe, wie CEO John Stanton unlängst betonte.
Fusion im Juni
VoiceStream hatte zum Jahresende rund 3,9 Millionen Kunden, der
Zusammenschluss soll nach Darstellung von VoiceStream im Juni über
die Bühne gehen. Wegen der staatlichen Beteiligung an der Deutschen
Telekom hatte es in Washington zeitweise heftige politische
Opposition gegen die Übernahme von VoiceStream gegeben.
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