Pentium 4 wird billiger als Pentium III
Intel will die Prozessorpreise im April noch einmal kräftig senken.
Die Pentium-4-Modelle sollen ab 29. April für den halben Preis an die Hersteller gehen. Das bestätigte ein Sprecher des Unternehmens.
Zuerst hatten Intel-Mitarbeiter auf dem derzeit stattfindenden Intel Developer Forum in Taipeh die neuen Preise erstmals offiziell erwähnt.
Christian Anderka, Sprecher von Intel Deutschland, bestätigte die massiven Preissenkungen. Sie gelten ab kommendem Sonntag für PC-Hersteller und Wiederverkäufer bei Abnahme von mindestens 1.000 Stück.
Starker Preisverfall bei P4
Der Pentium 4 mit 1,5 GHz wird demnächst statt 519 nur noch 256
USD kosten. Die Preise für den P4 mit 1,4 GHz [375 USD] und 1,3 GHz
[268 USD] sinken jeweils auf 193 USD.
P4 mit 1.700 MHz im Test bei tecchannel.deKeine Preissenkungen für P3
Das derzeitige Flaggschiff, der bereits getestete Pentium 4 mit 1,7 GHz, soll weiterhin für 352 USD an die Händler gehen.
Besonders interessant fallen im Vergleich die Preise für den Pentium III aus. Hier plant Intel laut Sprecher Anderka am kommenden Sonntag keine Preissenkung. Somit kostet der Pentium III mit einem GHz weiterhin 225 USD, 933 MHz sind für 193 USD zu haben - für diesen Preis gibt es aber bereits einen Pentium 4 mit 1,4 GHz.
Verkauf soll angekurbelt werden
Damit wird Intels Absicht hinter den massiven Preissenkungen beim Pentium 4 klar: Der Verkauf des umstrittenen Topmodells soll endlich angekurbelt werden, zur Not auf Kosten des Pentium-III-Absatzes.
P4-PCs unter 14.000 ATS
Mitte Mai werden Pentium-4-PCs mit 1,5 GHz und guter Ausstattung für unter 14.000 ATS zu haben sein.
User, die ihre bestehenden PCs aufrüsten wollen, werden allerdings Pech haben. Für den Pentium 4 benötigt man ein neues Gehäuse, ein neues Netzteil, neues Mainboard und neues RAM [RDRAM]. Somit lohnt sich eine Neuanschaffung eher als ein Aufrüsten.
Konnten Pentium-2-Mainboards noch problemlos auf den Pentium 3 umgerüstet werden [sogar die späten Modelle konnten mit Tricks verwendet werden], ist das also bei der neuen Intel-Generation nicht mehr der Fall.
