25.04.2001

FRAUD.NET

Zentrale Datenbank zu Internet-Betrug

Die USA und zwölf weitere Länder wollen eine gemeinsame Datenbank zur Bekämpfung des internationalen Betrugs im Internet einrichten.

Eine Sprecherin der US-Handelskommission FTC sagte am Dienstag in Washington, dieser Informationsaustausch werde "die Möglichkeiten der Bekämpfung des grenzübergreifenden Betrugs im Internet bedeutend verbessern".

Jedes an dem Projekt beteiligte Land solle über eine Website jederzeit direkten Zugriff auf Informationen über Betrugsdelikte auf der ganzen Welt haben.

Grenzübergreifende Kooperation

Neben den USA beteiligen sich Australien, Kanada, Dänemark, Finnland, Ungarn, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Südkorea, Schweden, die Schweiz und Großbritannien an dem Projekt.

Daten sollen vertraulich bleiben

Bisher gebe es keine Möglichkeit, Betrügereien im Internet grenzübergreifend aufzudecken, sagte die Sprecherin.

Durch den Informationsaustausch erhofften sich die beteiligten Strafverfolgungsbehörden Hinweise auf weltweit operierende Internet-Betrüger.

Alle 13 Staaten hätten sich verpflichtet, die Daten vertraulich zu behandeln. Vor knapp zwei Wochen hatte die internationale Handelskammer ICC in London einen Betrug mit gefälschten Banksicherheiten in Höhe von 3,9 Milliarden USD aufgedeckt.