24.04.2001

AN DIE KANDARE

Ericsson mit "Krisenstab" gegen Handy-Verluste

Beim angeschlagenen schwedischen Telekommunikations-Konzern Ericsson hat der Aufsichtsrat einen dreiköpfigen "Krisenstab" eingerichtet und damit die bisherige Unternehmensführung offenbar zum Teil entmachtet.

Wie das New Yorker Finanzblatt "Wall Street Journal" gestern unter Berufung aus "unterrichteten Kreisen" weiter schrieb, sollen die Aufsichtsratsmitglieder Göran Lindahl, Sverker Martin-Löf und Eckhard Pfeiffer mindestens zwei Mal pro Monat von Spitzenmanagern persönlich über den Stand der Sanierungsarbeit gegen die immer höheren Verluste des Unternehmens aus dem Handy-Geschäft unterrichtet werden.

Rauswurf bei Versagen

In dem Zeitungsbericht hieß es, mehrere Anteilseigner hätten durch ihre Vertreter im Aufsichtsrat Initiativen zu Veränderungen an der Spitze angekündigt, wenn es in den kommenden Monaten keine spürbare Verbesserung der Ertragslage gebe.