Ericsson mit "Krisenstab" gegen Handy-Verluste
Beim angeschlagenen schwedischen Telekommunikations-Konzern Ericsson hat der Aufsichtsrat einen dreiköpfigen "Krisenstab" eingerichtet und damit die bisherige Unternehmensführung offenbar zum Teil entmachtet.
Wie das New Yorker Finanzblatt "Wall Street Journal" gestern unter Berufung aus "unterrichteten Kreisen" weiter schrieb, sollen die Aufsichtsratsmitglieder Göran Lindahl, Sverker Martin-Löf und Eckhard Pfeiffer mindestens zwei Mal pro Monat von Spitzenmanagern persönlich über den Stand der Sanierungsarbeit gegen die immer höheren Verluste des Unternehmens aus dem Handy-Geschäft unterrichtet werden.
10.000 Stellen werden gestrichen
Ericsson hatte als drittgrößter Mobiltelefon-Produzent der Welt
nach Nokia und Motorola im ersten Quartal 5,7 Milliarden Kronen [670
Mio. Euro] Verluste in dieser Sparte eingefahren und will mehr als
10.000 Stellen bis Jahresende streichen.
EricssonRauswurf bei Versagen
In dem Zeitungsbericht hieß es, mehrere Anteilseigner hätten durch ihre Vertreter im Aufsichtsrat Initiativen zu Veränderungen an der Spitze angekündigt, wenn es in den kommenden Monaten keine spürbare Verbesserung der Ertragslage gebe.
