29.04.2001

M@TRIX FORUM

Bildquelle: www.peterdrucker.at

Vom Uni-Campus zum "Portal"

Ein einzelner Universitätsprofessor ist nicht in der Lage, ein Web-basiertes Curriculum aufzubauen und es dann weltweit zu vermarkten. "Das wird aber die Aufgabe der Zukunft sein", ist Detlef Müller-Böling, Leiter des Centrums für Hochschulentwicklung der Deutschen Bertelsmann Stiftung, überzeugt.

Die Universitäten sind gefordert neue Strategien zu entwickeln. Denn es wird einen Weltbildungsmarkt geben. Sehr bald schon werden auch heimische Hochschulen auf dem Weltmarkt mit Aktiengesellschaften, wie der "University of Phoenix", um die besten Studenten konkurrieren müssen.

Kein kostenloser Bildungszugang

Der Traum vom elektronischen Lern-Paradies auf den Unis wird sich aber nicht so leicht umsetzen lassen, ist Manfred Paul, Leiter des Rechenzentrums der Universität Trier eher skeptisch. Für Berufsschulen, Fachschulen und Fachhochschulen mache es unter Umständen Sinn, multimedial aufbereitete Kurse web-basiert anzubieten. Im wissenschaftlichen Studium seien diese Ansätze aber weit weniger praktikabel.

Auch von einem weiteren Wunsch-Szenario wird man sich verabschieden müssen: Dass E-Learning kostenlosen Bildungszugang für alle bringt.

Die Entscheidung zwischen freiem Hochschulzugang und Eliten-Bildung bleibt letztendlich natürlich eine politische. Trotzdem, der technologische Wandel wirkt als Katalysator.