Brennstoffzellen kommen statt Batterien
Ob im Handy, im Auto oder im Großkraftwerk - überall funktioniert die Brennstoffzelle nach dem gleichen Prinzip.
Sie erzeugt Strom aus Wasserstoff und Sauerstoff, indem sie chemische Energie in elektrische Energie umwandelt. Dabei fallen Wasser und Wärme sozusagen als Abfallprodukte an.
Hohe Speicherkapazität ohne schädliche Emissionen
"Dieser Abfall kann genutzt werden, ohne schädliche Emissionen
auszustoßen", sagt Arno Evers, Organisator des
Brennstoffzellen-Gemeinschaftsstandes der Hannover Messe 2001. Zudem
würden sich "Brennstoffzellen durch hohe Speicherkapazität und
Effizienz auszeichnen".
Funktionsprinzip eines Brennstoffzellen-StromerzeugungssystemsBrennstoffzellen für Handy und Handheld
Dass Brennstoffzellen sich vor allem für portable Elektrogeräte wie Handys, Handhelds und Notebooks eignen, zeigen die Forscher des Fraunhofer Instituts.
Derzeitige Batterien und Akkus sind teuer, umweltschädlich und halten meist nicht lang genug.
Ihr mit Brennstoffzellen in Batteriegröße ausgerüsteter Laptop läuft ohne zusätzliche Stromversorgung zehn bis zwölf Stunden lang. Ein kleiners Elektrolysegerät, das aus entsalztem Wasser und Strom Wasserstoff herstellt, kann den Wasserstoffspeicher wieder laden.
Camcorder mit Miniatur-Brennstoffzellen
Eine Miniatur-Brennstoffzelle mit einer Leistung von zehn Watt
bei einer Spannung von acht Volt liefert ausreichend Strom für den
Camcorder des Instituts. Als Tank für den Wasserstoff dient ein
Metallhydridspeicher, der schnell und einfach ausgetauscht werden
kann.
Brennstoffzellen für portable AnwendungenBrennstoffzellen-Autos von Opel, BMW, DaimlerChrystler
Die Automobilindustrie hat die Brennstoffzelle längst für sich entdeckt.
Opel präsentierte beim Genfer Automobilsalon im vergangenen Jahr den Kompakt-Van Zafira mit Brennstoffzellen, BMW arbeitet an einem Bord-Energiesystem, das von Brennstoffzellen betrieben wird, und DaimlerChrysler wird sein neuestes Brennstoffzellen-Model, NECAR5, auf der Messe in Hannover vorstellen.
Allerdings gilt eine Massenproduktion von Brennstoffzellen-Autos vor dem Jahr 2010 als unwahrscheinlich.
Gesetzlich vorgeschriebene Emissionsfreiheit
Evers weiß über das rege Brennstoffzellen-Interesse der
Automobilindustrie Bescheid: "Im Jahr 2004 wird in Kalifornien ein
Gesetz in Kraft treten, nach dem zehn Prozent der Flotte eines jeden
Herstellers emissionsfrei fahren müssen. Über kurz oder lang wird
dann auch Europa folgen."
The California Hydrogen Business Council
