18.04.2001

BAYERN

Katholiken gegen Handymast-Strahlung

Die Betreiber von UMTS-Mobilfunknetzen müssen bei der Suche nach Antennen-Standorten in Bayern auf kirchlichen Beistand verzichten: Auf den katholischen Gotteshäusern im Freistaat dürfen keine Antennen für den Mobilfunk der neuen Generation angebracht werden.

Zwiebeln und Antennen

Außerdem würden die High-Tech-Geräte gar nicht auf die "Zwiebeltürmchen" der Gotteshäuser passen. Auch bei den herkömmlichen Mobilfunknetzen lehnt die katholische Kirche im Freistaat die Installation von Antennen ab.

Nach Angaben des Wirtschaftsmagazins "Focus-Money" bieten die Betreiber den Kirchen für die Antennen-Standorte eine Jahresmiete um die 26.000 Euro.

Auch von Seiten der evangelischen Kirche in Bayern droht Widerstand. Diese will künftig nur noch Verträge mit einem besonderen Kündigungsrecht abschließen. Dieses solle greifen, falls ein vereidigter Sachverständiger Gesundheitsbeeinträchtigungen durch die Anlagen für wahrscheinlich hält.