17.04.2001

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NTT schichtet Beschäftigte um

Die Vorhaben zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung seien wichtig, genügten den Investoren jedoch nicht, hieß es von Analysten.

Ziel von NTT ist es, innerhalb der kommenden drei Jahre die Profitabilität zu steigern. Dazu sollen mehrere zehntausend Beschäftigte von regionalen Telefongesellschaften, die um Marktanteile kämpfen, in gewinnbringendere Bereiche wie die NTT-Mobilfunktochter NTT DoCoMo Inc umbesetzt werden, hatte das Unternehmen am Montag in Tokio mitgeteilt.

DoCoMo will mehr Eigenständigkeit

Die Vorstände von DoCoMo und der im Ausland agierenden NTT Communications Inc hatten wiederholt mehr Eigenständigkeit für sich gefordert.

NTT sei in der "Zwangsjacke seiner Konzernstruktur" gefangen, und deshalb werde der Dreijahresplan den Shareholder Value nicht steigern, so Beobachter. Auch die japanische Regierung sprach von "nicht ausreichenden Maßnahmen, um den Wettbewerb anzuspornen".

Die gegenwärtige Unternehmensstruktur belaste die den größten Erfolg versprechenden Unternehmensteile DoCoMo und NTT Com, klagen deren Führungskräfte intern, da ihnen die benötigten Ressourcen fehlten.

Mobilfunk greift Festnetz an

Die regionalen NTT-Gesellschaften mit ihren Festnetzen sind durch Tarifsenkungen und den gewachsenen Wettbewerb durch Mobilfunkanbieter getroffen.

NTT will Breitbandnetz

Zudem will NTT die Kosten für High-Speed-Internet senken, niedrigpreisige Webdienste über Glasfasernetze im Juli dieses Jahres auf den Markt bringen sowie eine neue Gesellschaft gründen, die ein Breitbandnetz entwickeln soll. Gerade diese Ausgaben für Netze stoßen jedoch auf Kritik.

Der größere Anteil an Investitionen fließe in Technologiebereiche, die keine hohen Gewinne erwarten ließen.

Nach Darstellung von NTT-Präsident Yunichiro Miyazu soll das Maßnahmenpaket bis Ende März 2004 den jährlichen Cash-Flow des Unternehmens auf 500 Mrd. Yen [63,1 Mrd. ATS] verdoppeln.