NTT stellt Drei-Jahres-Plan vor
Der führende japanische Telekomkonzern NTT [Nippon Telegraph and Telephone] will seine Ertragskraft in den kommenden drei Jahren verbessern und die Restrukturierung seiner angeschlagenen regionalen Netzbetreiber voranbringen.
In einem heute vorgestellten neuen Drei-Jahres-Plan des Managements hieß es, die Gewinnspanne für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen [Ebitda] solle bis Ende des Geschäftsjahres 2003/2004 auf 33 Prozent gesteigert werden.
Im vergangenen Geschäftsjahr 2000/2001 [per Ende März] lag die Kennziffer bei geschätzten 31,9 Prozent.
NTT-Präsident Junichiro Miyazu kündigte auf einer Pressekonferenz an, die "Umschichtung" von Personal der beiden regionalen Betreiber NTT Ost und NTT West in andere Unternehmen des Konzerns werde weiter ausgeweitet. Auf die Frage, um wie viele Mitarbeiter es dabei gehe, sagte er "einige zehntausend". Ein Sprecher fügte jedoch eilig hinzu, eine endgültige Zahl sei noch nicht festgelegt. In Medienberichten war zuvor von über 30.000 Mitarbeitern die Rede gewesen. NTT Ost und NTT West sind per Gesetz dazu verpflichtet, auf lokaler Ebene umfassende Festnetzdienste anzubieten, dürfen aber in keine anderen Geschäftsbereiche einstiegen. Dies hatte NTT West in die roten Zahlen getrieben.
Europa im "i-mode"-VisierGlasfaserpläne
Dem Plan zufolge will NTT zudem sein Angebot von Hochgeschwindigkeitsdiensten über Glasfasernetze ausbauen und die Tarife für ADSL senken.
Dem ehemaligen japanischen Monopolisten, der Zugriff auf mehr als 90 Prozent der Privat- und Geschäftsverbindungen im weltweit zweitgrößten Telekom-Markt hat, war in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen worden, mit hohen Verbindungstarifen eine größere Ausweitung des Internet-Gebrauchs in Japan zu behindern.
