"Dogma 2001" für Video-Spiele
Ernest Adams, Spieleentwickler bei Electronic Arts, hat nach dem Vorbild der Regeln für Filmemacher "Dogma 95" einen entsprechenden Katalog für die Produktion von Video-Games aufgestellt.
Genau wie der dänische Regisseur Lars von Trier mit seinen strengen Kriterien für Filme will Adams mit seinen Regeln den ökonomischen Zwängen bei der Game-Entwicklung inhaltliche Vorgaben entgegensetzen, um bessere Spiele zu erhalten:
"Das Potential von Video-Spielen wurde bisher noch nicht einmal annähernd erreicht, weil wir [die Entwickler] uns darauf konzentrieren Geld zu verdienen," kommentiert Adams selbstkritisch seine Branche.
Dogma 95Keine Grafikkarten
Analog zum Film-Dogma beschränken die zehn Game-Regeln Adams die Entwickler vor allem technisch, damit diese sich auf die Spiel-Idee konzentrieren.
So verbietet das "Dogma 2001" unter anderem den Einsatz von Hardware-Grafikmaschinen, speziellen Eingabegeräten und Filmen zwischen den interaktiven Teilen eines Spiels.
Daneben beschränkt Adams aber auch den Einsatz von "sinnlosen" schwarzen Elementen [Nur für Räume erlaubt, in denen das Licht ausgeschaltet ist] und verbietet bestimmte bestehende Gengres als Grundlage neuer Spiele [Weil diese die Fantasie beschränken].
