Stifteingabe soll die Maus ablösen
Der schwedische Wissenschaftler Dr. Johan Ullman hat eine Alternative zur gängigen Maus entwickelt, die vor allem ergonomischer und damit Nerven-schonender sein soll.
Das neue Steuer-Tool funktioniert prinzipiell wie ein Stift, dessen Bewegungen auf den Cursor übertragen werden. Seitlich hat der "Mausstift" Schalter, die die üblichen Funktionen der Maustaster übernehmen.
Britische Wissenschaftler haben im letzten Herbts davor gewarnt, dass das bekannte RSI-Syndrom [Repetetive Strain Injury, Bewegungsschmerzen durch Bildschirmarbeit] bei kommenden Generationen Schäden in bislang nicht gekannten Dimensionen auslösen könnte. Da derzeit die erste Generation heranwächst, für die stundenlanges Spielen oder Arbeiten am Bildschirm zum Alltag gehört, ist laut den britischen Medizinern mit zahlreichen Fällen von schweren Gesundheitsbeeinträchtigungen bis hin zu Behinderungen zu rechnen.
PCs als Ursache für "Behinderung" von KindernKonzept-Remix
Laut Ulman sind die Bewegungen mit seiner "Stiftsmaus" vor allem für die Sehnenscheiden der Hand sehr viel schonender als bei derzeit gängigen Modellen. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass nur noch die Hand und nicht mehr der Arm bewegt werden muss.
Das Stift-Konzept als Eingabe-Instrument für Standrechner ist allerdings nicht mehr ganz neu: Schon vor der Erfindung der Maus gab es entsprechende Versuche und vor rund zehn Jahren brachte Compaq sein "Concerto"-Notebook mit einer Stiftsteuerung heraus, bis Microsoft mit "Windows 3.1" diese Eingabeform nicht mehr unterstützte.
Ulman läßt sich davon allerdings nicht abschrecken und setzt bei seiner Suche nach einem Produktionspartner auf die Erfahrungen mit den Langzeitschäden durch die Arbeit am PC, die inzwischen gemacht wurden, vor allem die neuesten Erkenntnisse zum RSI-Syndrom [Repetetive Strain Injury].
