15.04.2001

SPEED

Bildquelle: FuZo

Kurzwelliges Licht soll Chipleistung steigern

Eine höhere Schaltkreisdichte auf Rechenchips und damit hundertfach leistungsfähigere Computer könnte schon bald die Technologie der "extremen ultravioletten Lithografie" [EUVL] ermöglichen.

Den kalifornischen "Sandia National Laboratories" gelang erstmals die Konstruktion eines funktionsfähigen Prototypen einer EUVL-Belichtungsmaschine.

Laut Intel sollte EUVL die entscheidenden Performancegewinne bringen, um Computersysteme zu bauen, die Simultanübersetzungen in Echtzeit durchführen, ausgefallene Wettermodelle durchrechnen und komplexe medizinische Forschungsaufgaben bewältigen können.

EUV-Lithographie

Die "extreme Ultraviolett-Lithografie" gilt als wichtiger technologischer Durchbruch. Mit einer Wellenlänge von 13,4 Nanometer kommt dabei zehnmal kurzwelligeres Licht als bisher zur Verwendung. Dadurch können Strukturen einer Größe von unter 50 Nanometer realisiert werden.

Forschung läuft auf Hochtouren

Die Suche nach verbesserten Technologie, um winzige Schaltkreise auf die Oberfläche von Chips zu ätzen, läuft bereits seit 1997 auf Hochtouren. Denn herkömmliche Verfahren stoßen an ihre physikalischen Grenzen und versprechen schon bald keine entscheidenden Leistungssteigerungen mehr.

Nach dem Moore'schen Gesetz bringen alle 18 Monate eine Verdoppelung der Chipleistung. Doch ohne einen neue Produktionsverfahren wäre damit spätestens 2005 Schluss.

Diese absehbare Erkenntnis liefert den entscheidenden Antrieb für die Forschung nach verbesserten, lithografische Verfahren.

Produktion wird ins Vakuum verlegt

Die Arbeitsschritte nach dem EUVL-Verfahren müssen im Hochvakuum durchgeführt werden um zu verhindern, dass das Speziallicht durch die Atmosphäre weggefiltert wird.

Da es bisher keine brauchbaren Linsenmaterialien für EUV-Licht gibt, muss die Lenkung der Lichtstrahls von speziell präparierte Spiegelsystemen übernommen werden.