Die weltgrößte Online-Fischdatenbank
Die weltweit größte Fisch-Datenbank wird künftig von Kiel [Deutschland] aus betreut.
"FishBase" ist ein Internet-Katalog mit umfangreichen Informationen über jede Fischart der Erde. Alle weltweit bekannten 25.270 Arten werden beschrieben und mit Fotos, Karten, Grafiken und breiten Forschungsergebnissen dargestellt, erklärte Projektleiter Rainer Froese.
Das Projekt "FishBase" wird von Kanada, Schweden, Frankreich, Belgien, Deutschland, der EU und der Weltfischereiorganisation getragen.
"Größerer Zuwachs als jede Erotik-Seite"
Die weltweit 550 Mitarbeiter hätten bisher mehr als 100.000 Namen
der existierenden Fische mit entsprechenden Informationen
zusammengetragen. Das System richte sich nicht nur an
Wissenschaftler, sondern auch an Fischer, Züchter, Angler und
Taucher. Allein im März hätten 100.000 Interessierte aus 121 Ländern
"FishBase" genutzt. "Wir haben einen weit größeren Zuwachs als jede
Erotik-Seite", sagte Froese. Das Institut für Meereskunde in Kiel
hat sich gegen Konkurrenten in Stockholm und Paris durchgesetzt.
Institut für Meereskunde an der Uni KielFischige Fakten
"FishBase" informiert nicht nur über Laichzeiten und Populationsgrößen, sondern auch über Eigenarten bestimmter Fische.
Demnach ist der auch in der Nordsee vorkommende Seeteufel bis zu zwei Meter lang, skurril anzuschauen und ebenso harmlos wie schmackhaft. Nur sieben Prozent der Fischarten leben im offenen Meer, der Rest am Boden, an Riffen oder in der Tiefsee.
Rezeptvorschläge als weiteres Feature
Gefährlich für den Menschen seien 848 Arten, zumeist verletzend,
wie der Hai, oder giftig, mit Stachel oder Körpergift. Bei 38 Arten
seien sogar die vom Zitteraal bekannten Stromstöße auch für einen
Menschen gefährlich. Zum Teil haben sich bei dem System auch die
Pragmatiker durchgesetzt: Zu einigen Fischarten liefert "FishBase"
gleich Rezeptvorschläge mit.
FishBase
