Pullover als Stromquelle fürs Handy
Wissenschaftler der Universität Stuttgart haben eine Faser entwickelt, die wie Photovoltaik-Folie Strom erzeugt.
Laut den Entwicklern könnte die Faser auch zu Kleidung, etwa zu einem Pullover, verarbeitet werden, der Träger wäre dann eine wandelnde Stromquelle.
Batterien oder Akkus zum Betrieb von Handy und Handheld brauchte er nur bei Dunkelheit, berichtet die Wissenschafts-Zeitschrift "New Scientist" in ihrer jüngsten Ausgabe.
Artikel im "New Scientist"Waschmaschinentauglich
Wie auch herkömmliche Photovoltaik-Zellen besteht die Faser aus drei Schichten von nicht kristallinem, amorphem Silizium. Zwischen den Schichten sind die leitenden Elektroden eingearbeitet.
Wenn Licht auf die äußerste Schicht fällt, fließt Strom, der über die Elektroden abgeleitet wird. An diese Elektroden können dann auch elektrische Geräte angeschlossen werden.
Solarzellen aus amorphem Silizium sind generell weniger effektiv als Kristallzellen, dafür haben sie aber entscheidende Vorteile, etwa ihre Biegsamkeit. Auch ist amorphes Silizium billiger. Laut Martin Rohjan von der Uni Stuttgart wurde die Strom liefernde Faser so gearbeitet, dass etwa ein daraus gewobener Pullover durchaus in der Waschmaschine gereinigt werden könnte. Das Handy sollte man allerdings vorher abstecken.
Uni StuttgartSolar-Forschungsprojekt in Japan
Bereits im März des Vorjahres haben Forscher des japanischen Konzerns NTT Zwischenergebnisse eines Forschungsprojekts für die Stromversorgung von Handys und Handhelds durch Solarenergie vorgestellt.
Die "Solar Card Power" genannten Solarenergie-Einheiten von der Größe einer Kreditkarte können demnach nach vier Stunden Tageslicht ein Handy im Sprachbetrieb für eine halbe Stunde mit Strom versorgen.
Solarenergie für Handys und PDAs
