Guggenheim-Museum goes E-Commerce
Das New Yorker Guggenheim-Museum bereitet seinen Einstieg ins Online-Geschäft vor.
Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin "Spiegel" in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe berichtet, will das Museum von September an im Internet eine kommerzielle Bilddatenbank einrichten und auch Kulturreisen und Seminare vermarkten.
Thomas Krens, Leiter der Solomon-Guggenheim-Stiftung, plane die "digitale Großoffensive" gemeinsam mit Kooperationspartnern in aller Welt.
Karlsruher ZKM und Wiener Albertina als Partner
Zum Kreis der Investoren gehöre unter anderem die japanische
Internet-Holding Softbank. In der Vergangenheit war Museumschef
Krens für seinen Expansionsdrang und seine wirtschaftsnahe
Museumspolitik gerügt worden.
Guggenheim-MuseumNeben seinen bisherigen Allianzen mit der Eremitage in St. Petersburg und dem Kunsthistorischen Museum in Wien will Krens laut "Spiegel" auch neue Partnerschaften schließen. Verhandelt werde etwa mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe und der Grafischen Sammlung Albertina in Wien.
ZKMGuggenheim-Sammlung bereits online
Das Guggenheim-Museum hat in den vergangenen Jahren Filialen in New York, Bilbao und Berlin eröffnet. Im September folgt ein Ableger in Las Vegas, und vor wenigen Monaten wurde ein weiteres Neubauprojekt für New York vorgestellt.
Seit Anfang April ist die Sammlung des New Yorker Guggenheim-Museums auch im Internet zu sehen. Hunderte Werke moderner und zeitgenössischer Kunst sind dabei mit Expertenkommentaren versehen.
Internet hilft bei Erfüllung des "erzieherischen Auftrags"
Für den Museumsleiter hilft das Internet dem Museum, seinen
erzieherischen Auftrag zu erfüllen. Zunächst sind nur die
Ausstellungen des New Yorker Guggenheim-Museums im Internet zu
sehen. Im Spätsommer sollen die Guggenheim-Sammlungen aus Venedig,
Bilbao und Berlin dazukommen.
Sammlung des Guggenheim-Museums New York
