12.04.2001

STATE CONTROL

Bildquelle: d21

Umstrittene Internet-Überwachung in DE

Die Initiative "D21" führender deutscher Computer- und Software-Unternehmen hat die Überwachungspläne der deutschen Bundesregierung für das Internet kritisiert.

"Die Verordnung ist untauglich und unverhältnismäßig", erklärte D21-Sprecher Norbert Eder am Donnerstag in Berlin.

Mit der Verordnung des deutschen Bundeswirtschaftsministeriums sollen die Vorschriften für das Abhören von Telefongesprächen auf das Internet sowie auf E-Mails und Mail-Boxen ausgeweitet werden.

Speicherung sämtlicher E-Mail-Kontakte

Es sei wenig effektiv und äußerst aufwendig, über längere Zeit sämtliche Bewegungen im Internet sowie E-Mail-Kontakte von Verdächtigen zu speichern. Das sei mit dem Aufwand für eine Telefonüberwachung nicht zu vergleichen.

Eder sagte, allein die Deutsche Telekom beziffere die ihr entstehenden Kosten dafür auf mehr als 100 Millionen Mark [700 Mio. ATS].