12.04.2001

SOUTHBRIDGE

Bildquelle: via

Datenverlust durch Bug in VIA-Chips

Ein schlimmer Fehler in VIAs Southbridge 686B kann zu Datenverlusten führen. Beim Kopieren zwischen zwei Festplatten, die im UDMA-Modus laufen, können Daten verloren gehen oder korrumpiert werden. VIA hat den Fehler bestätigt, BIOS-Updates sollen ihn beheben können.

VIAs schon seit Herbst 2000 im Handel befindliche Southbridge VT82C686B hat einen Fehler. Der Chip wurde mit zahlreichen Systemen für Intel- und AMD-CPUs verbaut.

Andere DMA-Transfers verstärken Effekt

Entdeckt hat den Fehler zuerst die deutsche Website Au-Ja. Er tritt auf, wenn sich zwei DMA-fähige Festplatten im System befinden und eine am primären, die andere am sekundären IDE-Port angeschlossen ist.

Werden dann große Datenmengen von einigen hundert MB oder mehr zwischen den Platten kopiert, können die Zieldaten korrupt sein. Die Symptome reichen von Dateigrößen von null Byte über Abstürze bis zu nicht bootenden Betriebssystemen. Bisweilen zeigen auch augenscheinlich identische Dateien erst im binären Vergleich Unterschiede.

Den Erfahrungen von Lesern der Webseite zufolge verstärken andere DMA-Transfers während des Kopierens den Effekt. Als besonders problematisch gelten Creatives Soundblaster-Live-Karten.

BIOS-Updates helfen wirklich

Dass BIOS-Updates wirklich helfen können, belegt ein Work-around, der bei den Machern von Au-Ja den Fehler beseitigte.

Werden im BIOS die Parameter "PCI Delay Transaction" und "PCI Master Read Caching" ausgeschaltet und die "PCI Latency" auf übliche Werte zwischen null und 32 gesetzt, tritt der Effekt nicht mehr auf.

Dieser Work-around deutet darauf hin, dass VIAs 686B Timing-Probleme bei konkurrierenden PCI-Zugriffen hat. Ein geringer Leistungsverlust im einstelligen Prozentbereich geht erfahrungsgemäß mit den genannten Einstellungen einher.