10.04.2001

LEET

Sicherheitsloch bei FTP-Server unter Unix

Eine Sicherheitslücke bei FTP-Servern haben die COVERT Labs von Networks Associates entdeckt.

Angreifer können sich auf den betroffenen Systemen über das Ausnutzen von Buffer Overflows Root-Rechte verschaffen. Einem Defacing oder dem Zerstören von Daten steht dann nichts mehr im Wege.

Schuld ist Expansion von Wildcards

Die Vulnerability beruht auf einer Schwäche der Funktion glob(), die für die Expansion von Wildcards in Datei- und Verzeichnisnamen verantwortlich zeichnet.

So lässt sich etwa "*.c" als Kürzel für alle C-Sourcefiles verwenden, den Ausdruck "~foo" erweitert glob() zum Pfad des Home-Verzeichnisses von Benutzer foo.

Dabei expandiert die Funktion auch alle anderen Meta-Zeichen (*, ?, [, ], {, }, ~). Durch die gezielte Verwendung solcher Zeichen kann der Angreifer extrem große Input-Strings erzeugen. Diese provozieren bei der Weiterverarbeitung einen Pufferüberlauf, mit dessen Hilfe sich Root-Rechte erlangen lassen.