Gerichtliche Prüfung der Filtereffizienz
Unmittelbar vor dem heutigen - wieder einmal entscheidenden - Gerichtstermin für Napster hat sich die zuständige Richterin einen neutralen "Computerexperten" als Berater genommen.
Er soll für die Richterin prüfen, ob Napster die verhängten Auflagen zum Urheberrechtsschutz einhält, teilte das Gericht in San Francisco mit.
Beim heutigen Termin wird US-Bundesrichterin Marilyn Hall Patel mit Hilfe des Experten prüfen, ob es Napster gelungen ist, 135.000 urheberrechtlich geschützte Musikstücke auf seiner Website zu sperren. Dazu war die Musiktauschbörse Anfang März von der Richterin verpflichtet worden. Der klagenden US-Musikindustrie zufolge können über Napster aber immer noch geschützte Titel abgerufen werden.
Musikindustrie bezweifelt Napster-FilterNoch drei Monate
Napster hatte zuletzt wegen der Auflagen des Gerichts ein Filtersystem gestartet, mit dessen Hilfe die 135.000 von der Industrie angegebenen Titel gesperrt werden sollen.
Dies funktioniert aber nach Angaben der Musikindustrie noch nicht vollständig. Der deutsche Bertelsmann-Konzern plant, Napster ab Juli in ein kostenpflichtiges Angebot umzubauen.
