Siemens: Personalabbau im Mobilfunkbereich
Von der Flaute im Mobilfunkmarkt geschüttelt, wird der Siemens-Konzern in Deutschland bis zu 2.000 befristete Stellen in der Handyproduktion streichen.
Damit reagiere der Konzern flexibel auf die derzeitige Marktsituation, betonte eine Unternehmenssprecherin. Der Konzern beschäftigt in Deutschland derzeit rund 8.000 Menschen in der Handyproduktion.
Ursprünglich wollte Siemens den Handy-Absatz im laufenden Geschäftsjahr auf 48 Millionen Geräte verdoppeln. Davon war in den vergangenen Wochen allerdings schon lange nicht mehr die Rede.
Weltweite Absatzprognosen nach unten revidiert
Die weltweite Marktprognosen für den Handy-Absatz sind von früher
500 Millionen Stück auf jetzt noch bestenfalls 450 Millionen
Einheiten gesenkt worden. Dies würde nach den hohen Wachstumsraten
der Vergangenheit immer noch einen Anstieg von etwa zehn Prozent
bedeuten. In den letzten Wochen hatten auch andere große
Handyhersteller tausende Stellenstreichungen angekündigt.
Handys von SiemensNach vorerst unbestätigten Medienberichten will Siemes die Produktion von Mobilfunkgeräten auf den niederrheinischen Standort Kamp-Lintfort konzentrieren.
Dennoch sollen auch dort 700 befristete Zeitverträge nicht verlängert werden.
An den anderen Standorten im westfälischen Bocholt und in Leipzig würden 800 bzw. 300 befristete Stellen gestrichen.
