08.04.2001

POWEROFF

Bildquelle: FuZo

Internet aus der Steckdose kommt zu spät

Das Internet aus der Steckdose kommt nach Ansicht eines Branchenexperten zu spät für den deutschen Markt.

In den Industrieländern gebe es mit Breitbandkabel, DSL und Funkdiensten mittlerweile genügend Alternativen, die auf lange Sicht leistungsfähiger und wirtschaftlicher seien, sagte der Geschäftsführer der Berliner CONAXION GmbH, Frank Brandt, in einem dpa-Gespräch.

"Ich glaube, Powerline als Zugangstechnologie wird sich in Deutschland kaum durchsetzen."

Interessant für Vernetzung im lokalen Bereich

Dennoch ist Powerline nach Ansicht des Beraters alles andere als totgesagt. Die Vernetzung innerhalb von Wohn- oder Gewerbehäusern sei auch in Deutschland und anderen Industrieländern ein durchaus lukrativer Anwendungsbereich.

Zwei PCs in einer Wohnung etwa könnten so vernetzt werden. "Da wären dann auch geringere Übertragungsraten in Ordnung." In einem voll vernetzten Haus mit Internetgesteuerten Haushaltsgeräten könne die Technologie breit angewendet werden.

In weniger entwickelten Ländern sieht der Experte zudem gute Chancen für Powerline als Zugangstechnologie für Telefon und Internet.