Weitere Kollateralschäden des Börsenelends
Die Flaute an den Börsen setzt auch die Finanz-"Portale" zunehmend unter Druck. Die Zugriffszahlen fast aller Anbieter gingen zuletzt dramatisch zurück:
So verzeichnete "OnVista" im Februar einen Einbruch von knapp 26 Prozent, bei "Finanztreff" gingen die Zugriffe binnen Monatsfrist um knapp 29 Prozent zurück, "wallstreet:online" registrierte ein Minus von rund 16 Prozent.
Die Zahl der Seitenzugriffe ist entscheidend für die Höhe der Werbeeinnahmen. Je mehr Klicks, desto teurer lassen sich Anzeigen verkaufen.
Ein Jahr fallende Kurse am NasdaqKonsolidierung
Trotz der schlechten Lage geben sich die Betreiber der Finanzseiten durchgehend gelassen und hoffen auf bessere Zeiten. In den kommenden Jahren dürfte jedoch der ein oder andere auf der Strecke bleiben.
Die Analystin Patricia Neuhaus vom Marktforschungsinstituts Jupiter MMXI rechnet fest mit einer Konsolidierung unter den derzeit etwa 40 bis 50 Anbietern von Finanzinformationen im deutschsprachigen Internet.
"Darunter sind auch viele kleine Unternehmen. Einige der Anbieter werden verschwinden", lautet ihre Prognose. "Außerdem wird es zu Kooperationen und Aufkäufen kommen."
