05.04.2001

DOWNSIZE

Bildquelle: spiegel

Content-Providing ist nicht lukrativ

Die Online-Tochter der Mediengruppe um das Nachrichtenmagazin "Spiegel" hat sich von ihren Plänen verabschiedet, mit der Belieferung von "Portalen" Geld zu verdienen.

Alle Aktivitäten der dazu gegründeten portal100 Internet GmbH würden eingestellt, erklärte die Hamburger SPIEGELnet AG.

Gratis-Inhalte gesucht

Trotz intensiver Verhandlungen mit möglichen Anbietern und sonstigen Partnern sei es "nicht gelungen, wirtschaftlich tragbare Verträge abzuschließen", erklärte Unternehmenschef Werner Klatten.

Zwar sei der Bedarf an neuen Angeboten bei den Kunden vorhanden, "die Bereitschaft, dafür zu zahlen, dagegen nicht".

Klatten wird zudem künftig allein die Führung bei der SPIEGELnet AG innehaben. Die Verträge mit dem für Inhalte zuständigen Vorstandsmitglied Hans-Dieter Degler sowie mit Finanzvorstand Hartmut Scheunemann sollten aufgelöst werden. Die SPIEGELnet AG werde sich künftig auf den Ausbau ihrer Angebote "SPIEGEL ONLINE", "manager magazin ONLINE" sowie Partnerschaften mit Tageszeitungen konzentrieren.