Operationsroboter ist pleite
Der Hersteller des ersten europäischen Chirurgieroboters CASPAR [Computer Assisted Surgical Planning And Robotics] stellt seine Geschäftstätigkeit ein.
Wie die Maquet AG am Donnerstag im deutschen Rastatt mitteilte, wird die Tochter orto MAQUET in den nächsten drei Monaten alle der 58 in deutschen, französischen und italienischen Kliniken installierten - meist vermieteten - Operationsroboter zurücknehmen.
Hüft- und Kniegelenksoperationen
Das High-Tech-System zum Einsatz künstlicher Hüftgelenke und für
Kniegelenksoperationen hat viel Lob von Medizinern und Patienten
eingeheimst. Allerdings erfüllten sich die wirtschaftlichen
Erwartungen nicht.
orto MAQUETVerlust von über sieben Millionen Euro
Die MAQUET-Tochter sollte seit der Übernahme durch die börsennotierte schwedische GETINGE Gruppe Ende vergangenen Jahres verkauft werden. Allerdings wurde kein Käufer gefunden.
orto MAQUET habe die Gewinnzone nicht erreicht, die Markteinschätzungen hätten sich nicht erfüllt, hieß es bei Maquet.
Im Geschäftsjahr 1999/2000 betrug der Verlust 14,47 Millionen DM [7,4 Mio. Euro].
Operation gelungen, Operationsroboter tot
CASPAR wurde bei rund 3.600 Hüftoperationen, 400
Kreuzbandoperationen und 200 Kniegelenksoperationen eingesetzt. Etwa
40 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen. Ein Teil der
ursprünglich 70 Mitarbeiter - vor allem Software-Experten - sind
schon anderweitig untergekommen.
CASPAR
