04.04.2001

CPRM

Bildquelle: FuZo

Kopierschutz für Festplatten gescheitert

Der Vorschlag, einen Hardware-basierenden Kopierschutz [CPRM] in den Festplatten-Standard ATA zu integrieren, verfehlte heute in San Francisco die erforderliche Zweidrittelmehrheit.

Während die Vertreter von IBM, Toshiba, Hitachi und Microsoft im Standardisierungsgremium für den Ansatz stimmten, wurde die Initiative unter anderem von Apple, Adaptec, Western Digital und Maxtor abgelehnt.

Damit wird es nach Ansicht von Experten immer unwahrscheinlicher, dass sich Kopierschutztechnologien auf dem Markt durchsetzen werden, die Verbraucher am Kopieren von urheberrechtlich geschützten Dateien auf Festplatten hindern sollten.

Heftiger Widerstand von Verbraucherinitiativen

Während CPRM-Kopierschutz-Technologien in einigen austauschbaren Medien bereits zum Einsatz kommen, ist der Vorschlag, sie auch in konventionelle ATA-Festplatten-Standards zu integrieren, vor allem bei Verbraucher- und Bürgerrechtsbewegungen auf heftigen Widerstand gestoßen.

Sie stehen auf dem Standpunkt, dass mit überzogenen Kopierschutz-Technologien die Vorteile der digitalen Revolution und des elektronischen Dateiaustauschs zunichte gemacht werden können.

"Wir kämpfen vor allem gegen jene kommerziellen Interessen, die fest verdrahtete Kopierschutztechnologien still und heimlich in sämtliche elektronischen Geräte einbauen wollen", meint John Marttila von der US-amerikanischen "Electronic Frontier Foundation".