Steirischer Chiphersteller mit Umsatzplus
Der steirische Chiphersteller Austria Mikro Systeme [AMS] ist nach eigenen Angaben recht erfolgreich ins neue Geschäftsjahr 2001 gestartet.
Nach vorläufigen Zahlen konnte in den ersten drei Monaten 2001 der Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 58 Prozent und gegenüber dem vierten Quartal 2000 um neun Prozent auf 36,4 Mio. Euro [501 Mio. S] verbessert werden.
Für das Gesamtjahr 2001 sei ein Umsatzwachstum von 20 Prozent "sehr gut abgesichert", sagte AMS-Vorstandsvorsitzender Hans Jörg Kaltenbrunner heute bei der Bilanzpressekonferenz in Wien.
Überdurchschnittliches Wachstum bei AMS
Damit werde AMS heuer deutlich stärker als der gesamte relevante
Halbleitermarkt wachsen, zeigte sich Kaltenbrunner überzeugt.
Aktuelle Prognosen gingen derzeit noch von einem weltweiten Wachstum
von zehn Prozent aus, Kaltenbrunner erwartet sich aber nur eine
Stagnation. Ob das Umsatzwachstum für AMS noch höher ausfallen
werde, macht der AMS-Chef im Wesentlichen von der Gesamtkonjunktur
im zweiten Halbjahr abhängig.
Austria Mikro Systeme40 Prozent Umsatzerhöhung im Jahr 2000
Im abgelaufene Geschäftsjahr 2000 habe AMS seine führende Position als europäischer Anbieter von Mixed-Signal-Technologie weiter ausbauen können, sagte Kaltenbrunner.
Der Chiphersteller konnte den Umsatz um knapp 40 Prozent von 87,9 auf 121,9 Millionen Euro erhöhen. Das sei mehr als das durchschnittliche Wachstum der Branche von 25 bis 30 Prozent.
Das Betriebsergebnis [EBIT] drehte von -0,2 auf 7,4 Mio. Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit [EGT] sprang von 0,9 auf 7,0 Mio. Euro. Das Jahresergebnis verbesserte sich von 0,9 auf 7,0 Mio. Euro.
Neuerlich Börsengang in zwei bis drei Jahren
Das Unternehmen plant in zwei bis drei Jahren - nach dem Start
der Fertigung und den ersten Ergebnissen in der neuen
200-mm-Wafer-Fabrik in Unterpremstätten - neuerlich an die Börse zu
gehen. Kaltenbrunner kann sich dabei eine Wiederholung der Notiz an
der Wiener Börse "eher nicht" vorstellen. In Frage kämen vielmehr
Börsen, an denen ähnliche Unternehmen notieren, wie derzeit die
Easdaq in Brüssel oder der Neue Markt in Frankfurt, sagte der
AMS-Chef am Mittwoch in Wien.
Neuer Markt
