04.04.2001

WIRE & LESS

HP und MS müssen irreführende Werbung korrigieren

Microsoft und Hewlett-Packard haben einen Rechtsstreit mit der US-Handelsaufsicht außergerichtlich beigelegt. Das Ministerium hatte den beiden Herstellern irreführende Werbung für Pocket-PCs vorgeworfen.

Microsoft und Hewlett-Packard hatten in großen US-Tageszeitungen wie der "New York Times" mit den drahtlosen Übertragungsmöglichkeiten von Pocket-PCs geworben.

Microsoft liefert mit Windows CE 3.0 das Betriebssystem für Pocket-PCs. HP wiederum stellt innerhalb der Jornada-Serie Geräte dafür her.

Bis zu 5.500 ATS Aufpreis

In den Anzeigen sei der Eindruck erweckt worden, die Pocket-PCs könnten ohne weitere Komponenten für den drahtlosen Mail- und Netzzugang genutzt werden, bemängelte die Behörde. Tatsächlich sei aber ein Modem nötig, für das weitere Kosten zwischen 130 und 350 USD [5.500 ATS] anfallen.

Vier-Punkt-Schrift zu klein

Dass im Kleingedruckten der Anzeigen ein entsprechender Hinweis auf ein zusätzliches Modem vorhanden war, sah die Handelsaufsicht wegen der im Vergleich zur ganzen Anzeige winzigen Vier-Punkt-Schrift als nicht adäquat an.

"Der Kunde sollte keine Lupe brauchen, um solche Hinweise zu lesen", sagte Jodie Bernstein, Direktorin der Verbraucherschutzabteilung der Federal Trade Commission (FTC). Microsoft und HP sind bei der außergerichtlichen Einigung vergleichsweise ungeschoren davongekommen.

Beide Hersteller haben sich verpflichtet, den Kunden künftig klar über die Fähigkeiten der Pocket-PCs zu informieren. Darüber hinaus werden beide Unternehmen den Fehler durch "Gegenanzeigen" korrigieren.