Screensaver hilft im Kampf gegen Krebs
Die SETI@home-Macher United Devices, Intel und die amerikanische Stiftung für Krebsforschung haben gemeinsam mit der Universität Oxford einen Screensaver entwickelt, der in seiner aktiven Phase Moleküle nach Tumor-hemmenden Aktivitäten überwacht.
Ähnlich wie bei SETI@home, das jeden Desktop-PC Messdaten des Universums nach außerirdischem Leben durchsuchen lässt, soll so mit vereinter Kraft die Krebsforschung beschleunigt werden.
Gemeinsame Suche nach E.T.
Für SETI@home stellen derzeit rund 2,2 Millionen
Computer-Besitzer mit Netzanschluss freie Rechenkapazitäten zur
Verfügung.
Inzwischen 650.000 PCs auf der SucheDreidimensionale Modelle der Moleküle
Jeder angemeldete Benutzer erhält ein Einstiegspäckchen mit Informationen zu 100 Molekülen. Der "Think"-Screensaver beginnt zunächst mit der Erstellung von dreidimensionalen Modellen der Moleküle und testet deren Interaktion mit einem Protein, das aktiv zur Krebsbildung beiträgt.
Geht ein Molekül erfolgreich aus einer Interaktion heraus, werden die Informationen an den zentralen Server der Forscher zur weiteren Untersuchung gesendet.
250 Millionen Chemikalien gilt es zu durchsuchen
Gemeinsam mit anderen Usern sollen so bis zu 250 Millionen
Chemikalien nach derartigen Aktivitäten untersucht werden. Die
Betreiber rechnen mit einem Ergebnis von 100.000 Molekülen, die eine
aktive Rolle im Kampf gegen Krebs einnehmen könnten.
Download des Screensavers
