03.04.2001

TELEFONIE.AT

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Gesprächsgebühren sind deutlich gesunken

Die Preise auf dem heimischen Telefonmarkt haben sich seit seiner Liberalisierung deutlich nach unten entwickelt.

Ortsgespräche kosten heute zu Spitzenzeiten mit durchschnittlich 80 Groschen bei der Telekom Austria [TA] und 50 Groschen bei neuen Betreibern um mehr als 85 Prozent weniger als vor drei Jahren, als die TA noch bis zu vier ATS [damals Fernzone] pro Minute verrechnete.

Auch die Tarife für Österreichgespräche fielen auf weniger als ein Fünftel der ursprünglichen Preise, die Preise von Festnetz zu Mobilfunk haben sich halbiert, lediglich von Mobil zu Mobil gab es vergleichsweise geringe Veränderungen.

Jeder Österreicher mit 2.910 Telefonminuten

Das Gesprächsvolumen im Mobilfunk stieg dabei von vier auf sechs Milliarden Minuten. Damit telefoniert jeder der rund acht Millionen Österreicher bereits 2.910 Minuten pro Jahr.

Trotz sinkender Preise sind daher die Umsätze der Telekommunikationsbranche im Festnetzbereich nahezu konstant geblieben. Nach 27,5 Mrd. S im Jahr 1997 betrugen sie im Jahr 2000 rund 26,4 Mrd. S. Die Umsätze im Mobilfunk sind dabei sogar von sieben auf mehr als 25 Mrd. ATS gestiegen.

"Erfolg der Liberalisierung"

Für Heinrich Otruba, früherer TKC-Geschäftsführer und Interimsleiter des Telekombereichs in der RTR, ist dies ein Zeichen für den Erfolg der Liberalisierung.

444 Konzessionen vergeben

Mittlerweile hat der Regulator bereits 444 Konzessionen für "das Erbringen des öffentlichen Sprachtelefoniedienstes" vergeben. Angaben der Telekom Austria [TA] zufolge gibt es in Österreich derzeit 67 konzessionierte Betreiber für den Mietleitungsmarkt und 70 für den Bereich Sprachtelefonie, von denen allerdings derzeit nur rund 20 tatsächlich auf dem heimischen Markt aktiv sind.