02.04.2001

O GANDALF

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"Herr der Ringe"-Film als Netz-Phänomen

Hollywood macht das World Wide Web immer mehr zum weltweiten Werbemedium in eigener Sache. Zurzeit findet eine Kampagne statt, die alles in den Schatten stellt, was es bisher an Online-Reklame für ein Kinoereignis gab.

"Der Herr der Ringe" kommt im Dezember auf die Leinwand, als Weihnachtsgeschenk für Millionen von Fans des Fantasy-Epos aus der Feder von J.R.R. Tolkien. Und schon jetzt betreibt das amerikanische Studio New Line Cinema für alle Hobbit-Freunde eine überaus populäre Website.

"Interaktives Marketing" als neuer Hollywood-Job

"Von dem Moment an, als wir das Filmprojekt starteten, bin ich online gewesen und habe mit den Fans Informationen ausgetauscht", sagt der stolze Vater der New-Line-Cinema-Website, Gordon Paddison.

Paddison leitet in seinem Studio das "interaktive Marketing" und hat damit einen Posten, den es vor zwei Jahren in Hollywood noch gar nicht gab. Inzwischen aber hat die Filmmetropole erkannt, wie wichtig das Internet ist, wenn es darum geht, mit überaus preiswerten Methoden Millionen von potenziellen Filmzuschauern anzulocken.

Gerüchteküche brodelt, Hollywood jodelt

Die offizielle Website von New Line Cinema ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Gefördert oder zumindest geduldet wird auch die Explosion der inoffiziellen Internet-Gerüchteküche.

Fansites boomen

Hunderte von Sites rund um die Welt verbreiten mehr oder weniger zutreffende Details über die im vergangenen Dezember in Neuseeland abgeschlossenen Dreharbeiten zur Kino-Trilogie "Der Herr der Ringe".

Amerikanische Sites wie tolkienmovies.com und theonering.net berufen sich auf Insiderinformationen und berichten seit Monaten unter Berufung auf ihre obskuren Quellen vor allem über die Filmlandschaften, die Darsteller und ihre Kostüme - all dies sind Informationen, die New Line Cinema nicht offiziell verbreitet, aber auch nicht dementiert.