Tausendmal mehr Rechenleistung
Die zukünftige Generation von Supercomputern soll nicht größer als ein Desktop-Gerät sein, wenn es nach den Vorstellungen des US-amerikanischen Unternehmens Star Bridge Systems geht.
In neuartigen Hochleistungscomputern werden die traditionellen CPUs durch Spezialchips ersetzt, die sich pro Sekunde tausende Male selbst neu konfigurieren können.
Auf diese Weise sollen die Transistoren und Gatter eines Rechenchips wesentlich effizienter nutzbar werden, was eine Steigerung der Rechnerleistung um rund das Tausendfache ermöglichen soll.
Milliarden von Rechenoperationen gleichzeitig
Nach Analysen der NASA können derartige "Hypercomputer"
gleichzeitig Milliarden von Rechenoperationen durchführen und sind
deshalb sowohl schneller als auch universeller einsetzbar. Übliche
Prozessoren verwenden für den Großteil der Anwendungen nur einen
Bruchteil der Transistoren.
Star Bridge SystemsErste Prototypen bereits im Einsatz
Vergangene Woche gab das US-amerikanische Langley-Forschungzentrum erstmals bekannt, einen Hypercomputer der Bauart HAL-15 [Hyper Algorithmische Logik] einzusetzen.
Auch das NASA-Forschungszentrum in Hampton, Virgina, wird eines der neuartigen Geräte in den Bereichen Aeronautik, Raumfahrt und Athmosphärenforschung erproben.
HAL-15-Geräte sollen auch im Supercomputer-Zentrum von San Diego, im Verteidungsministerium und in den Filmstudios von Hollywood zum Einsatz kommen.
Durchbruch durch Hypercomputer
Supercomputer bieten bislang zwar oft atemberaubende
Rechenleistungen, stellen aber auch beachtliche Ansprüche an
klimatisierte Räumlichkeiten und Energiebedarf. Platzsparende
Hypercomputer sollen hier vielleicht schon bald einen Durchbruch
bringen.
NASAStromverbrauch geringer als beim Haarfön
Der Platzbedarf eines HAL-15 ist im Vergleich zu einem Supercomputer marginal, der durchschnittliche Strombedarf liegt unter jenem eines handelsüblichen Haarföns.
Keine offiziellen Angaben gibt es vorerst zum Preis des HAL-15 vor. Die Forscher von Langley jedenfalls sind zufrieden: Ihnen kostet der Einsatz des Prototypen nämlich keinen Cent.
