"Pokemon" in Saudi-Arabien verboten
Die Regierung Saudi-Arabiens hat am Samstag das Video- und Kartenspiel "Pokemon" verboten, da es die Spielsucht fördere und einen nicht-islamischen Einfluss ausübe.
Das Verbot aller mit "Pokemon" in Verbindung stehenden Dinge entspreche dem von der islamischen Behörde erlassenen Edikt zum Schutz der Ideologie, der Moral und des Geldes der Moslems.
Alle bereits eingeführten "Pokemon"-Spiele und Zubehörteile sollen den Angaben zufolge beschlagnahmt und weitere Importe verboten werden.
Pocket Monsters von Nintendo
"Pokemon" ist die Kurzform von Pocket Monster [Taschenmonster]
und wurde vor mehr als fünf Jahren vom japanischen Nintendo-Konzern
als Videospiel auf den Markt gebracht. Es wurde seither zu einem
weltweiten Erfolg. Mittlerweile gibt es Sammelkarten, Video-Spiele,
einen Spielfilm, Bücher, Comics, Spielzeug und Kleidung zum Thema.
Pokemon WorldAnimation zum Handeln mit Spielkarten
In dem Verbot hieß es weiter, "Pokemon" sei eine Art Spiel, das vom Islam verboten sei, da es zum Sammeln und Handeln mit "Pokemon"-Karten anhalte.
Das Spiel widerspreche zudem den islamischen Lehren, da es Darwins Theorie der Evolution verbreite und den Davidsstern zeige, der ein Zeichen des Zionismus, Israels und der Freimaurer sei.
Zudem seien in dem Spiel christliche Kreuze und Symbole des japanischen Schintoismus zu erkennen.
Eine Bilanz nach dem Weihnachtsgeschäft in Deutschland hat gezeigt, dass in weniger als zwölf Wochen mehr als 800.000 Pokemon-Kassetten verkauft wurden.
Pokemons gehen weg wie die warmen Semmeln
