Problematische Situation für YLine
Die Erste Bank befürchtet, dass das börsenotierte Wiener Internet-Unternehmen YLine in eine "problematische Situation" läuft.
Die heute präsentierten Ergebniszahlen für 2000 zeigten deutlich den Niedergang im B2B-Plattformgeschäft. "Die Ergebnisse lagen deutlich unter den Erwartungen eines jeden Analysten", so Erste-Bank-Analyst Günther Artner in einer aktuellen YLine-Analyse.
Management ist unerreichbar
Die Bargeldsituation des Unternehmens habe heute nicht geklärt
werden können, da das gesamte Managementteam nicht erreichbar
gewesen sei, führt Artner aus.
Umsatzrekord, aber weitere VerlusteErste Bank bekräftigt negative Einschätzung
Für nächste Woche sei eine Konferenzschaltung angesetzt worden. Bis dahin wiederhole die Erste Bank ihre negative Einschätzung der YLine-Aktie.
Ende September habe YLine zuletzt eine Bargeldbilanz von 16,5 Millionen Euro vorgelegt. Es sei schwierig, den derzeitigen Bargeldbestand des Unternehmens zu schätzen, da YLine heute keine detaillierte Bilanz vorgelegt hat.
94 Prozent Minus vom All-Time-High
Die YLine-Aktie hat von seinem All-Time-High vor einem Jahr bis
dato rund 94 Prozent verloren.
YLineBluebull-Verkauf unter Schweigen
In Anbetracht der Schwierigkeiten, die alle YLine-Kunden bei der Bargeldgenerierung hätten, und des Umstandes, dass YLine seine Plattform-Anteile abschreiben habe müssen, hält Artner aber eine problematische Entwicklung bei YLine für möglich.
Artner kritisiert auch, dass YLine trotz des Verkaufes der restlichen 25 Prozent der Bluebull-Anteile - das ging aus dem gestrigen Verkaufsprospekt von Bluebull anlässlich des bevorstehenden Börsenganges hervor - noch keine Mitteilung dazu gemacht habe, obwohl das "definitiv" wichtige Informationen für das Unternehmen und die Aktienbesitzer seien.
