Bluebull-IPO am 23. April in Wien
Der 23. April wird der erste Handelstag für die Aktien des Internet-Finanzdienstes Bluebull AG im Freiverkehr der Wiener Börse.
Kurz darauf soll das Unternehmen von Michael Lielacher auch im ungeregelten Freiverkehr der Börsen Berlin, Frankfurt und Düsseldorf gelistet werden, teilte das Unternehmen heute mit. Erstmals wählt damit ein Unternehmen mit Sitz in der Schweiz [St. Gallen] Wien als Börsenplatz.
Bluebull bringt sich in seiner Funktion als Emissionshaus gleichsam selbst an die Börse.
72 Euro je Aktie
Angeboten werden bis zu 100.000 auf den Inhaber lautende Aktien
aus einer Kapitalerhöhung sowie bis zu 41.850 Aktien aus einer
geplanten Mehrzuteilungsoption ["Greenshoe"]. Angeboten werden die
Aktien zu 72 Euro je Aktie. Zum Handel im Geregelten Freiverkehr der
Wiener Börse wurde das gesamte Grundkapital der Gesellschaft, das
sich nach der Kapitalerhöhung auf bis zu 518.500 Aktien im Nennwert
von bis zu 5,185 Mio. Schweizer Franken [3,4 Mio. Euro/46,5 Mio.
ATS] beläuft, zugelassen.
Bluebull-EmissionshausZeichnungsfrist endet am 12. April
Für registrierte Bluebull-User - insgesamt rund 390.000, davon rund 40.000 im deutschsprachigen Raum - hat die Zeichnungsfrist für die jungen Aktien bereits gestern begonnen. Die Frist soll am 12. April enden, eine Kürzung behält sich das Unternehmen vor.
Bluebull betreibt eine multimediale und multinationale Plattform für Finanzinformationen in mehr als 20 Ländern und versteht sich als "multimedialer Börsen-Link zwischen Unternehmen und Anlegern". Schwerpunkte sind der deutschsprachige Raum sowie Mittel- und Osteuropa.
Das Unternehmen stützt sich auf die Geschäftsfelder Content-Verkauf [über Internet, Internet-TV, Internet-Radio], Plattformlösungen, Emissionshaus sowie Werbung und Sponsoring.
Ausstieg von YLine
Das Internet-Unternehmen YLine, das bisher 25 Prozent an Bluebull
hielt, hat sich rückwirkend per Jahresbeginn von seinen Anteilen
getrennt. Die aktuelle Aktionärsstruktur: 29,4 Prozent hält Michael
Lielacher, 7,9 Prozent sein Partner Nemat Faroknia. Knapp 33 Prozent
hält die City M&A AG, an der die beiden maßgeblich beteiligt sind
[Lielacher hält daran 75 Prozent]. Gut 16 Prozent des Kapitals
befinden sich in der Hand von Management und Kernmitarbeitern, die
restlichen 13,7 Prozent sind Streubesitz.
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Das Unternehmen will in wenigen Monaten den Turn-around schaffen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2000 [24. März bis 31. Dezember] erzielte Bluebull bei einem Umsatz von 2,3 Mio. Euro [31,6 Mio. ATS] ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit von minus 2,9 Mio. Euro.
Für das laufende Geschäftsjahr ist ein Umsatz von 11,7 Mio. Euro und ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit [EGT] von rund zwei Mio. Euro geplant. 2002 soll der Umsatz auf 18,7 Mio. Euro und das EGT auf 7 Mio. Euro klettern.
