Kühlschrank surft im Netz und gibt Kochtipps
Der schwedische Haushaltsgeräte-Hersteller Electrolux hat am Mittwochabend in Wien seinen ersten "intelligenten" Kühlschrank namens "Screenfridge" präsentiert.
Das smarte Küchenmöbel entspricht der allseits bekannten "Vision" vom vernetzten Haushalt, der allerdings der Verdacht anhaftet, sich weniger an den Nutzerbedürfnissen und -wünschen als an der technischen Machbarkeit zu orientieren.
Das neue Gerät soll über Verfallsdaten informieren, passend zum Inhalt Rezepte vorschlagen und auf Wunsch aufgebrauchte Lebensmittel automatisch nachbestellen.
Vorerst Testphase für "Screenfridge"
Noch wird der "Screenfridge" in verschiedenen Feldversuchen
getestet. Im Laufe der nächsten zwölf Monate soll das Produkt aber
bereits in den Handel kommen. Ein genauer Preis steht allerdings
noch nicht fest.
Electrolux ScreenfridgeÜberwacht Lebensmittel nach Verfallsdatum
Das neue Gerät ist über eine "aufgedampfte" Funk-Etikette [Electrolux] an den Verpackungen genau über die Inhalte samt Verfallsdatum informiert.
Auf diese Weise übernimmt der Kühlschrank dann selbsttätig das Management der vorhandenen Lebensmittel und informiert darüber, bis wann welches Lebensmittel zu verbrauchen ist oder ob einzelne Lebensmittel bereits verbraucht wurden und nachgekauft werden müssen.
Recherche nach Rezepten im Internet
Durch den Zugang zum Internet können zusätzlich Rezepte automatisch recherchiert werden, sodass der "Screenfridge" jederzeit Rezepte offerieren kann, die mit den im Kühlschrank enthaltenen Lebensmittel zubereitet werden können.
Bestellt selbstständig Lebensmittel aus Supermarkt
Ebenso ist er in der Lage, zu erkennen, welche Zutaten für ein bestimmtes Rezept zurzeit nicht eingelagert sind und daher eingekauft werden bzw. von ihm automatisch beim Supermarkt geordert werden müssen.
Über eine Kamera können außerdem auch kleine Videonachrichten für die Mitbewohner hinterlassen werden.
Zu einem heiklen Thema äußerte sich Eletrolux bei der Präsentation allerdings nicht: Vernetzte, elektronische Gadgets können auch eine wachsende Bedrohung für die Privatsphäre darstellen.
Die Gier der Gadgets auf die Daten
