MCN-Ausgleich mehrheitlich angenommen
Der Ausgleich über die MCN Millennium Communication Network AG des Millennium-Tower- Bauherrn Georg Stumpf wurde heute bei der Ausgleichstagsatzung im Handelsgericht Wien von den Gläubigern mit großer Mehrheit angenommen, teilte der Kreditschutzverband von 1870 [KSV] mit.
Für die rund 500 Gläubiger wurde ein verbessertes Ausgleichsangebot ausgehandelt.
Schnelles Geld für Gläubiger
Ursprünglich war die Bezahlung der 40- prozentigen Mindestquote
innerhalb von 18 Monaten ab Abnahme des Ausgleichs geboten worden.
Stattdessen werden die Gläubiger bereits kurzfristig eine Teilquote
in Höhe von 20 Prozent erhalten, die restlichen 20 Prozent sind
innerhalb von 18 Monaten zu bezahlen.
Kreditschutzverband von 1870Die 500 Gläubiger, darunter rund 100 Mitarbeiter, haben Forderungen von insgesamt 525 Mio. ATS [38,2 Mio. Euro] angemeldet. Die Höhe der Verbindlichkeiten beziffert der KSV mit 360 Mio. ATS.
Durch Rückstehungserklärungen und Aussonderungsansprüche werden sich die Quotenverbindlichkeiten auf 250 Mio. ATS reduzieren. Unter Berücksichtigung der Verfahrenskosten und der voll zu bezahlenden Forderungen werde sich das Finanzierungserfordernis auf 110 Mio. ATS belaufen.
Fortsetzung mit Sprachtelefonie
Die Mittel für die erste Teilquote und für die bevorrechteten
Forderungen in Höhe von rund 60 Mio. ATS werden vom Eigentümer
aufgebracht. Die zweite Hälfte soll aus dem Fortbetrieb
erwirtschaftet werden. Wie berichtet soll das Unternehmen mit 25
Mitarbeitern im Bereich der Sprachtelefonie fortgeführt werden.
MCN
