Ericsson und Nortel bauen erstes UMTS-Netz
Nach über vier Monate dauernden Verhandlungen mit sechs potenziellen Systemlieferanten hat die Mobilkom Austria Ericsson und Nortel Networks [über Österreich-Partner Austria Telecommunication] den Zuschlag erteilt, bis zum ersten Halbjahr 2002 das erste voll funktionsfähige UMTS-Netz Österreichs zu errichten.
Beide Lieferanten sind beauftragt, ein vollständiges UMTS-Netz, bestehend aus einem Funkteil [Radio Access Network - UTRAN] und einem Vermittlungsnetz [Core], zu liefern. Der Testbetrieb soll noch heuer aufgenommen werden.
Multi-Vendor-Strategie der Mobilkom
"Wir halten weiterhin an unserer Multi-Vendor-Strategie, also mit
mehreren Systemlieferanten zu arbeiten, fest. Wir optimieren dadurch
die Systemsicherheit und nützen den Know-how-Transfer aller
beteiligten Partner optimal aus", erklärt Boris Nemsic,
Generaldirektor von Mobilkom Austria. "Die Vergangenheit hat
bewiesen, dass eine Multi-Vendor-Strategie unserem Anspruch als
Innovationsführer am besten gerecht wird. Deshalb möchten wir gerade
beim Schritt in die Zukunft mit der erfolgreichen Tradition
fortsetzen und glauben, dazu nun die richtigen Partner gefunden zu
haben. Wir haben von beiden Lieferanten das volle Committment, die
hoch gesteckten Ziele in der vorgegebenen Zeit zu erfüllen."
Mobilkom AustriaKompatibilität mit GSM- und GPRS-Netz
Ein wesentliches Kriterium für die Auswahl dieser beiden Systemlieferanten war für die Mobilkom, die Mobilfunktochter der Telekom Austria, die Kompatibilität der neuen UMTS-Netzelemente mit dem bereits bestehenden GSM- und GPRS-Netz sowie das Preis-Leistungsangebot.
Insgesamt investiert die Mobilkom Austria in den Ausbau des UMTS-Netzes bis 2010 etwa 600 bis 700 Mio. Euro [acht bis zehn Mrd. ATS].
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