Palm verliert die Hälfte seines Börsenwertes
Die Aktien von Palm und Nortel sind an der New Yorker Börse nach Ergebniswarnungen eingebrochen.
Palm verlor fast die Hälfte [48 Prozent] seines Wertes, nachdem das Unternehmen am Dienstag für das kommende Geschäftsquartal einen unerwartet hohen Verlust in Aussicht gestellt und das mit der Verlangsamung des US-Wirtschaftswachstums begründet hatte.
Am ersten Handelstag vor rund einem Jahr hatte die Palm-Aktie kurzfristig mit 136,5 USD notiert, derzeit ist sie nur noch etwas mehr als acht USD wert.
Palm durch Börsengang vergoldetSchlechte Aussichten
Palm gab zwar für die Drei-Monats-Periode von Dezember bis Februar einen Reingewinn auf Pro-Forma-Basis von 9,3 Millionen USD oder zwei Cents je Aktie bekannt und lag damit über den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von einem Cent gerechnet hatten.
Das Unternehmen verwies aber auf die sich abkühlende Konjunktur in den USA und sagte für das laufende Geschäftsquartal [März bis Mai] einen Nettoverlust je Aktie von acht Cents voraus, statt der von Analysten prognostizierten etwa drei Cents je Aktie.
Palm kündigte zugleich an, etwa 250 der 1.900 Stellen abzubauen, um die Kosten zu senken.
Der Palm-AbsturzNasdaq leidet erneut
Nortel Networks gaben um 17,6 Prozent nach. Der Anbieter von Glasfaserausrüstung hatte zum zweiten Mal seine Geschäftsprognose für das erste Vierteljahr gesenkt.
Die Nachrichten zogen auch andere Papiere der Branche in die Tiefe und belasteten so den gesamten Markt. Der Nasdaq-Index gab bisher sechs Prozent auf 1.853 Punkte nach.
Nortel teilte am Dienstag nach Börsenschluss mit, man erwarte für das erste Quartal nun einen Verlust aus dem operativen Geschäft von zehn bis zwölf Cents je Aktie bei einem Umsatz von 6,1 bis 6,2 Milliarden USD. Mitte Februar hatte Nortel seine Erwartungen bereits deutlich auf einen Verlust von vier Cents je Aktie bei einem Umsatz von 6,3 Milliarden Dollar gesenkt. Auch Nortel kündigte zudem Stellenstreichungen an. Demnach sollen bis Mitte des Jahres 15.000 Arbeitsplätze wegfallen, was 16 Prozent der Belegschaft entspricht.
