28.03.2001

SCHNITT

Bildquelle: FuZo

Disney streicht 4.000 Stellen

Die Walt Disney Company will wegen des konjunkturellen Schwächeanfalls weltweit 4.000 Mitarbeiter oder rund drei Prozent der Gesamtbelegschaft von 120.000 Beschäftigten nach Hause schicken.

Das haben Konzernchef Michael D. Eisner und Präsident Robert A. Iger gestern nach Börsenschluss in einem Brief an die Disney-Mitarbeiter mitgeteilt.

Die Stellen sollen in allen Betriebsbereichen und in der Konzernzentrale gestrichen werden. "Wir sehen uns den immer stärkeren Herausforderungen einer sich abschwächenden Wirtschaft gegenüber", hieß es in dem Schreiben. Bereits im Jänner 2001 mussten mehr als 500 Beschäftigte der Internet-Sparte Walt Disney Internet Group gehen.

Disney verfügt über ein großes Filmstudio, eine Kette von Disney-Geschäften und betreibt auch eine Kreuzfahrtlinie.

Der Konzern ist außerdem an großen Freizeitparks in der Nähe von Paris und Tokio beteiligt.

Massenentlassungen in den USA

Neben Disney hatte am Dienstag auch der kanadische Telekom- und Netzwerkausrüster Nortel weitere 5.000 Stellenstreichungen angekündigt. Damit hat Nortel seit Jahresbeginn insgesamt 15.000 Stellenstreichungen verlautet. Palm kündigte an, dass das Unternehmen 250 seiner insgesamt 1.924 Mitarbeiter nach Hause schicken wird.

In den letzten Wochen und Monaten haben bereits rund 30 US-Unternehmen Massenentlassungen von insgesamt 167.000 Mitarbeitern angekündigt.

Dazu zählen unter anderem die amerikanische DaimlerChrysler-Tochter Chrysler [26.000], der Chip- und Handy-Hersteller Motorola [22.000], der Telekomausrüster Lucent Technologies [16.000], die Telefongesellschaft Verizon [10.000] und der Verbraucherproduktkonzern Procter & Gamble [9.600].