Österreich-Bilanz der CeBIT
Aller Vorausicht nach geht die CeBIT heute mit einem Besucherrekord zu Ende. Um die 800.000 Menschen werden es gewesen sein, die 8.100 Aussteller ansehen wollten.
Rekord für österreichische Verhältnisse war, dass 75 Aussteller aus Österreich kamen, um sechs mehr als im Jahr davor.
Vergrößert werden konnte auch die von Österreichern belegte Ausstellungsfläche, nämlich um ein Drittel auf fast 3.000 Quadratmeter.
Dot.com-Sterben und die Telekom-Krise seien zwar Themen in den Kundengesprächen gewesen, so der Tenor der Aussteller aus Österreich, doch die Geschäfte habe das nicht berührt.
"Innovation as usual"
"Glanz, Glorie und das spielerisch Faszinierende" der letzten
Jahre seien zwar raus, formuliert Ernst Schacherl vom Linzer
Softwarehaus KEBA, nun herrsche "Innovation as usual", was aber
nichts Negatives sei.
KEBAKapsch: "Von Depression nichts zu merken"
Nach übertriebenen Erwartungen der letzten Jahre beschäftige die Besucher verstärkt die Frage nach dem Nutzen neuer Produkte.
Unter den größten heimischen Ausstellern findet sich das Wiener Elektronikunternehmen Kapsch, das auf der CeBIT vor allem neue Entwicklungen in der Breitbandtechnologie, aber auch hauseigene E-Business-Lösungen präsentiert.
Natürlich seien die Schwierigkeiten börsennotierter Unternehmen in aller Munde, sagt Kari Kapsch, Vorstand der Kapsch AG, "aber von Depression ist absolut nichts zu merken". Die CeBIT 2001 sei mit der des Jahres 2000 durchaus zu vergleichen, nur eben etwas imposanter - wie jedes Jahr.
Zufriedenheit bei Cymantix
Kein Jubel, aber Zufriedenheit über qualitativ hochwertige
Kontakte gibt es bei den Wissensmanagern von Cymantix [Wien]. Die
schon zum vierten Mal auf der CeBIT vertretene IT-Concept aus
Hagenberg ist gleichfalls nicht unzufrieden.
CymantixEigentliche Ergebnisse erst später
Im hoch spezialisierten Segment von Software für B2B-Anwendungen seien direkte Abschlüsse auf der Messe selber selten. Die eigentlichen Ergebnisse werde man daher erst vier Wochen nach der CeBIT sehen.
Gericom mit Bluetooth-Konzept
Ebenfalls vertreten ist der Linzer Computerhersteller Gericom, der in Kooperation mit dem US-Unternehmen SyberSay die drahtlose Anbindung des Notebooks an den PC via Bluetooth vorstellt.
Auch Wirtschaftskammer ist vertreten
Daneben finden sich auch bekannte Namen wie das Internet-Zahlungssystem Paysafecard, die Softwarehäuser Uniquare [vormals Genesis] und der Funktechnik-Spezialist Frequentis. Auch die Wirtschaftskammer Österreich [WKÖ] ist mit einem eigenen Stand vertreten.
