Reality-Spiel mit Telefon, Fax, E-Mail
Ein neues Reality-Computerspiel namens "Majestic" zieht in den USA aus, um die Herzen der Spielefans zu erobern.
Dazu zieht die multimediale Spieldramaturgie von Majestic alle Register medienübergreifender Interaktion: Die Spieler erhalten Faxsendungen, E-Mail-Nachrichten und Telefonanrufe.
Letztlich muss jeder Spieler seinen Fall lösen - ganz im Stil der populären Kultserie "Akte X". Sollte jemand dabei Probleme bekommen, Realität und Fiktion zu unterscheiden, so ist das ganz im Sinne der Erfinder.
"Nutzen Sie Ihre kleinen grauen Zellen"
"Normalerweise verwenden Sie nicht mehr als zwölf Prozent ihrer
grauen Zellen", stellt Brian Cale von Anim-X, der Hersteller von
Majestic, fest. "Macht es Ihnen etwas aus, wenn wir mit den übrigen
88 Prozent spielen?"
MajesticHautnahe Realität statt grafischer Spezialeffekte
"Kein grafischer Spezialeffekt kann den Eindruck hautnaher Realität ersetzen", meint der Vizepräsident von Anim-X, Mike Griffin.
Deshalb klingelt beim Spieler manchmal ganz real das Telefon und eine alte Bekannte fleht um Hilfe, weil jemand gerade drauf und dran ist, ihre Wohnungstür einzutreten.
Auch so mancher Schlüssel soll da via Internet zu finden sein. "Majestic ist das erste gelungene Beispiel klassischer Online-Unterhaltung", meint Neil Young, Produktionsleiter von Electronic Arts.
"Europäische" Version in Entwicklung
Im Gegensatz zu anderen Spielen entscheidet Majestic, wann
gespielt werden kann und wann nicht. Nach dem Start in den USA wird
das Spiel gerade an europäische Verhältnisse angepasst.
Anim-XGespielt wird solo oder im Team
Gespielt werden kann Majestic entweder solo oder im Team. Insgesamt erstreckt sich das Spiel über acht Episoden, für die jeweils ein Monat Spielzeit zu veranschlagen ist.
Das Spiel mit dem kräftigen Schuss künstlicher Intelligenz zeigt jedenfalls, dass es auch ohne aufwendige Grafiken, Charaktere und Handlungsfäden durchaus recht spannend werden kann.
