27.03.2001

DOT.COM-STYLE

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"tAonline" ohne Leser, Pornos und Chefredakteur

Im August des vergangenen Jahres wurde die Printausgabe von "Täglich Alles" eingestellt, Kurt Falks Blatt erscheint seitdem als "tAonline" nur noch im Netz. Das Boulevard-Experiment im WWW scheint aber nicht besonders erfolgreich zu sein.

Falk erklärte jetzt gegenüber der APA, dass er mit den Besucherzahlen der Site "unzufrieden" sei. Neben den Lesern fehlt der Online-Zeitung zudem ein Chefredakteur.

Keine Pornos

Trotz nicht zufrieden stellender Zugriffszahlen will Falk es jedenfalls vermeiden, "dass wir, so wie das bei anderen Verlagen geschieht, Pornobilder bei Pornoverlagen einkaufen und diese Bilder präsentieren, um die Zahl der Besucher zu steigern".

Man werde "aus den Erfahrungen und Entwicklungen lernen, wie man ein Internet-Angebot gestalten muss, um es auch ohne Pornografie so attraktiv wie möglich zu machen", so Falk.

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Chefredakteur Michael Kröll und sein Stellvertreter Oswald Hicker haben dem Vernehmen nach im Februar die Redaktion verlassen.

Die Redaktionsleitung gehe "mehr oder weniger kollegial" vonstatten, so Germ im Gespräch mit der APA: "Wir haben keinen Hierarchen."

Das Verhältnis zwischen den "tAonline"-Mitarbeitern und dem als unberechenbar geltenden Falk beschreibt Germ diplomatisch: "In der heutigen Zeit ist es wohl in keiner Firma mehr so, dass das Verhältnis zwischen Angestellten und Firmenleitung unproblematisch ist." Es gebe derzeit aber keine grundlegenden Konflikte. Ein Grund für das derzeit friktionsfreie Verhältnis ist auch die räumliche Distanz: "tAonline" und die "Ganze Woche" gehen seit kurzem getrennte Wege, da Letztere nach Heiligenstadt umgezogen ist.